Linke Kritikfähigkeit
Ein altbekanntes Problem: Wenn den Linken die Argumente ausgehen, verlegt man sich auf die Vulgärargumentation. So darf ich mir in Reaktion auf meinen gestrigen Beitrag über den Umgang der Grünen mit dem Datenschutz nun im linken Blog “Der rote Salon” Beschimpfungen als “Pittbull mit wenig Hirn” gefallen lassen. Dafür meint man, ich müsse schon verstehen, wenn Mails veröffentlicht werden, in denen der illegale Sumpf der ÖVP aufgedeckt wird. Freilich, das veröffentlichte parteiinterne Mail, in dem sich ein JVP-Obmann über den Nichtbesuch seines Stands durch ÖVP-Minister Ernst Strasser aufregt, spricht schon sehr für einen illegalen Sumpf, der unbedingt aufgedeckt werden muss!
P.S.: Mehr über das linke Niveau dieses Blogs findet sich in weiteren Beiträgen, in denen Politikern Alkoholismus (Stichwort “Schnappsdrossel” (sic!)) oder homosexuelle Kontakte vorgeworfen werden. Inhaltliches wurde bis jetzt gekonnt vermieden.




DAS mit dem Haider ist aber durch alle Medien gegangen und ist nicht auf dem Mist des “roten Salons” gewachsen.
Habe ich auch nie behauptet. Mir geht es um die Themenwahl, nicht um die Exklusivität.
DAnn stößt dir also auf, dass die dort über dieselben Themen berichten wie alle anderen auch?
Ein Blog ist keine Nacherzählung.
Dafür gibt es hier http://citizen-citoyen.blogspot.com/2009/01/sind-blogger-journalisten.html ein dickes Loub!
Das baut ja echt auf, freu mich irrsinnig! Vor allem, wo ich derzeit an meiner Bakk2-Arbeit verzweifel…
ad “das veröffentlichte parteiinterne Mail” wenn es sich um “parteiinterne” e-mails handeln sollte, dann gebe ich ihnen recht. tatsache ist allerdings, dass solche “parteiinterne” themen (postenschacher etc. – siehe kloibi online) übers offizielle e-mail-system des BMI abgehandelt wurden. und das ist auch nicht okay, denn das erweckt den anschein, dass sich die betroffenen während ihrer dienstzeit (!) “parteiinternen” tätigkeiten gewidmet haben. finden sie das in ordnung?
abgesehen davon, dass ich keine firma kenne, in der mitarbeiter email-adressen nicht auch schon anders als für firmenzwecke verwendet haben würde das auch bedeuten, dass während dienstzeiten jede nichtdienstliche äußerung zu unterbleiben hat – also nicht ans private handy gehen, keine privaten anrufe annehmen oder tätigen, auf kein privates email arbeiten. das gibt´s nirgends.
im übrigen wurden von pilz auch gestohlene emails veröffentlicht, die über die nichtdienstliche adresse strassers versendet wurden.
“abgesehen davon, dass ich keine firma kenne, in der mitarbeiter email-adressen nicht auch schon anders als für firmenzwecke verwendet haben…” ja und? das mag schon stimmen, aber rechtfertigt das fehlverhalten anderer das eigene fehlverhalten? moralisch eine sehr bedenkliche einstellung, gerade von jemanden, der in sachen religion stets die moralkeule schwingt. außerdem müssten gerade parteien – egal welcher coleur – der bevölkerung gegenüber mit guten beispiel voran gehen, oder etwa nicht?
Natürlich rechtfertigt fremdes Fehlverhalten eigenes nicht. Nur ist es halt kein Fehlverhalten. Wie gesagt – da müßte jedes private Gespräch in der Dienstzeit verboten sein. Und das ist es auch arbeitsrechtlich nicht.