Neuer Vertuschungs-Skandal um Wiener Linien
Nach diversen vertuschten Unfällen bei den Wiener Linien gibt es nun weitere Vorfälle, die beinahe nicht ans Licht der Öffentlichkeit gekommen wären. Nachdem ein Straßenbahnfahrer so betrunken unterwegs war, dass die Straßenbahn entgleiste, hat sich nun herausgestellt, dass bereits am 11. April ein Autobuslenker unter Alkoholeinfluß einen Unfall verursacht hat, der – laut Wiener Linien – glimpflich verlaufen ist.
Nachdem am 11. April aber nur ein Autobusunfall bekannt ist, handelt es sich wohl um jenen. Damals hat sich angeblich ein Teil der Verkleidung des Busses gelöst, der Busfahrer bremste abrupt. Dadurch wurden eine Mutter und ihr Kind verletzt. Abgesehen davon, dass – sollte es sich um diesen Unfall handeln – die Frage zu klären ist, ob hier nicht eine falsche Unfallursache vorgetäuscht wurde, ist bei zwei Verletzten wohl kaum von einem “glimpflichen Ausgang” auszugehen.

Faktum ist: Die Wiener Linien vertuschen (unter Verantwortung der roten Stadtregierung) laufend technische Schwierigkeiten, Unfälle und Unfallursachen, wie die Wiener Zeitung zuletzt belegt hat. Dem zuständigen (roten) Verkehrsministerium ist dies bekannt, die verantwortlichen Experten werfen den Wiener Linien sogar vor, Unfälle bewußt in Kauf zu nehmen. Konsequenzen werden keine gezogen – obwohl dies mittlerweile wohl ein Fall für den Staatsanwalt wäre.
Die Medien verschweigen die Tatsachen großteils in einer konzertierten Aktion, wobei sich die Begründung liest, als würde sie aus der Presseanweisung einer totalitären Diktatur stammen:
Pikant ist, dass die Wiener Linien den Unfall offenbar tunlichst verheimlichen wollten. In einer internen Meldung ist vermerkt, dass sich die Medien zurückgehalten hätten, “da man die tollen Errungenschaften der Stadt Wien nicht in Misskredit bringen will”. (Wiener Zeitung)
Es sind Zitate wie diese, die beweisen, dass die österreichische Medienlandschaft bei ihren demokratischen Kontrollaufgaben versagt, dass traditionelle Massenmedien nicht mehr ihrer Aufgabe gerecht werden. Wird in Zukunft das Web 2.0, werden in Zukunft etwa Blogger als Bürgerjournalisten derartige Skandale aufdecken, weil die “alten” Medien dies aus politischen oder wirtschaftlichen Rücksichten nicht tun? Wenn ja, stellt das ihre Existenzberechtigung in Frage.
Werden also die Wiener Linien auch in Zukunft lebensgefährliche Probleme, aufklärungsbedürftige Unfälle und massive Sicherheitsdefizite mit Hilfe der Massenmedien vertuschen? Nutzen die “Bürgerjournalisten” ihre Chance zur Aufdeckung? Die Zukunft wird es weisen, ich bleibe jedenfalls weiter dran…




Die sog. Bürgerjournalisten werden die entstehende Lücke in den “demokratischen Kontrollaufgaben” eher nicht so gut abdecken können. Einerseits fehlt es ihnen zumeist an “heissen”, belegbaren Informationen und es wäre wohl ein finanzielles Hasardspiel, Institionen ohne solche ans Bein pinkeln zu wollen… ;)
1) Also was die “heißen” belegbaren Informationen betrifft: Ja, da hast Du derzeit recht. Aber hier gäbe es 2 Ansätze: 1) Die Summe der Informationen der “Bürgerjournalisten” (“Intelligenz der Masse”) bietet ebenfalls manch “heiße” Information 2) Bei entsprechender Bedeutung (A-Blogger) erhalten auch “Bürgerjournalisten” diese Information
2) Warum finanzielles Hasardspiel?
Na ja, unbewiesene Behauptungen zu veröffentlichen, die anderen schaden können, können auch zu Klagen führen. Blogger verdienen ja im allgemeinen nichts und haben somit auch weder Kriegskassa noch Versicherungsschutz. Da können Schadenssummen von ein paar tausend Euro schon zu massiven Problemen, jedenfalls aber zu schlaflosen Nächten führen… :)
Das ist ein guter Punkt, aber hier gäbe es ein paar Ansätze
- nur belegte Sachen veröffentlichen (auch da wird es eines Tages genug geben)
- A-Blogger werden auch entsprechend Geld verdienen
- Klare Definition bestimmter Blogs als Medien mit speziellem Schutz der Gesetze wie Redaktionsgeheimnis
Aber, wie gesagt, das ist nur eine Zukunftsvision, zu der der Grundstein aber heute gelegt wird.
[...] in einem früheren Blog-Beitrag habe ich die Wiener Zeitung zitiert: Pikant ist, dass die Wiener Linien den Unfall offenbar [...]