Die unendliche Geschichte um die ORF-Misere unter Wrabetz geht weiter. Heute hat die ORF-Geschäftsführung ganz offiziell eine Gebührenerhöhung um einen zweistelligen(!) Prozentbetrag gefordert. Von der SPÖ kam in Form von Medienministerin Bures in der laufenden Parlamentsdebatte LIVE auf ORF2 gleich eine bedingungslose Zustimmung. Meine Vermutung vom Montag, dass die Verbindung von Küniglberg und Löwelstraße perfekt funktioniert, hat sich damit bestätigt.

Nun hat sich auch der ORF- Redakteursrat mit einer alarmierenden Stellungnahme zu Wort gemeldet:

“Dienstag meldeten die Redakteurssprecher ähnliche harsche Zweifel an der Führung an: Die ORF-Situation sei “trist wie selten zuvor”, klagten sie der APA: Das Defizit des ORF sei strukturbedingt und lasse sich “nur durch strukturell wirksame Maßnahmen nachhaltig sanieren”. “Deutlich unter hinnehmbaren Werten” sehen sie “die Akzeptanz des Publikums”. Die Aufbruchsstimmung vor eineinhalb Jahren, als ORF-General Alexander Wrabetz gewählt wurde, “ist weg”.” › derstandard.at

Daher noch einmal meine Aufforderung: Lösen wir zuerst die Grundsatzprobleme des ORF, stellen wir alle uns einer Diskussion ohne Tabus und Redeverbote, definieren wir den öffentlichrechtlichen Auftrag und Mehrwert, finden wir gemeinsam eine Lösung! Und wenn dann, am Ende des Tages, eine Gebührenerhöhung notwendig ist, um Qualität und Mehrwert zu bieten, wird man auch darüber ohne Vorbehalte reden können. Weniger Qualität zu höheren Kosten wird´s aber definitiv nicht mit uns spielen.

P.S.: Auch das ist eine Frage des öffentlichrechtlichen Auftrags: Der ORF bricht die Parlamentsübertragung ab. Wegen der ZiB13? Weit gefehlt. Da müssen noch schnell Seitenblicke gezeigt werden.

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