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Platterwatch-Fake und der virtuelle Parteichef
Februar 20, 2008 No commentsMein gestriger Beitrag “Platterwatch – Fake 2.0″ hat auf Platterwatch für eine rege Diskussion gesorgt. Interessanterweise hat mir dabei niemand einen Beleg geliefert, dass meine Behauptung, die vielen Aktivisten von Platterwatch wären nur ein Fake, falsch wäre. Und niemand hat mir widersprochen, dass Platterwatch ein destruktives Stalking-Instrument wäre. Von einer inhaltlichen Diskussion natürlich ganz zu schweigen. Nein, es ist nur darum gegangen, dass ein User mich doch tatsächlich als Gerhard W. Loub von der ÖVP enttarnt hätte, nachdem ich auf meine Homepage verlinkt hatte – und da doch tatsächlich steht, was ich mache!
Vielleicht nur mal zur Illustration, wo ich überall auf meiner Homepage meinen Namen, mein Foto und meine Zugehörigkeit zur ÖVP dokumentiere (um künftigen Spitzen-Detektiven die Arbeit zu erleichtern :-)

Damit dürfte dann ja wohl geklärt sein, wer ich bin, und dass ich – im Unterschied zu den Fakern auf der Grünen-Homepage Platterwatch – meine Identität nicht verberge.
Natürlich gibt´s auch parteiunabhängige Aktivisten – und das find ich ganz toll (auch wenn´s mal der politische Gegner ist). Ist mir immer noch lieber als der faule Couch-Potatoe, dem egal ist, was sich auf der Welt so tut und der nur gegen Bezahlung hacklt. Unter den Beitragslieferanten und Aktionisten von Platterwatch habe ich diese Aktivisten aber nicht gefunden.
Der virtuelle Parteichef
Genau so virtuell wie die parteiunabhängigen Aktivisten von Platterwatch ist derzeit der Parteichef der SPÖ. Bei den Roten herrscht gerade absolutes Chaos in der Frage des U-Ausschusses. Normalerweise bräuchte es in der Situation ein Machtwort des Parteichefs, eine klare Festlegung. Doch was Alfred Gusenbauer sagt, ist seiner Partei leider völlig egal.
Das könnte uns als ÖVP normalerweise ziemlich gleichgültig sein. Doch in der derzeitigen Situation ist diese Lage brandgefährlich. Denn die Einsetzung des U-Ausschusses und damit die Frage, ob es Neuwahlen gibt, hängt nicht mehr von strategische Planung in der Regierung, sondern von Zufall und Tagesstimmung diverser SPÖ-Mandatare ab.
Da hilft es auch wenig, wenn SPÖ-Zentralsekretär Kalina in wüster Paranoia ÖVP-Aktivisten für das Auspfeifen des SPÖ-Kanzlers bei diversen Sportaktivitäten verantwortlich macht. Das ist so lächerlich und so an den Haaren herbeigezogen, dass es von der aktuellen Diskussion um die fehlende Führung der SPÖ nicht ablenken wird. Michi Mojzis hat dazu eine witzige Idee gehabt: Postet doch möglichst absurde Behauptungen auf ihrer Homepage. Mal sehen, ob damit SPÖ-Spindoctor Greenberg getopt werden kann und ob die irgendwer glaubt ;-)Die Brisanz der Situation konnte gestern bei einer Pressekonferenz mit Gusenbauer (Video on Demand der gestrigen ZiB1) nachverfolgt werden: Da wurde den Journalisten einfach ein Maulkorb verpasst: Fragen zum Thema U-Ausschuss wurden verboten. Das erinnert an die Zeiten des “seligen” roten Sonnenkönigs Kreisky, der ein ähnlich restriktives Vorgehen bei Journalisten übte.
Die nächsten Tage werden spannend. Ich persönlich würde gerne mein Bakk-Studium im Sommer beenden statt einen unnötigen Wahlkampf zu machen und noch vor der nächsten Wahl das Magisterstudium abschließen. Und die Regierung hätte wirklich Wichtigeres zu tun, als Neuwahlen vorzubereiten. Hoffen wir, dass die SPÖ noch zur Vernunft kommt…
Posted by Gerhard W. Loub in Politik
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