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EURO in Wien: Pleiten, Pech & Pannen
Juni 11, 2008 2 commentsEs war ein typischer Abend in Wien, am Weg von der Uni nach Hause. Warten auf die U2. Wann sie kommt? Keine Ahnung, die Stationsanzeige geht mal wieder nicht. Weiter zur U3. Die kommt nicht. Störung. Dann endlich mit der U3 zur U4. Auch die kommt nicht. Störung. Aber nachdem ich endlich mit der U4 fahren konnte, muss ich nur noch eine viertel Stunde auf den 10er warten. Um 8 Uhr abends. Die Wiener Öffis während der EM.
Doch auch bei anderen EM-Gelegenheiten zeigt die Stadt Wien ihre absolute Unfähigkeit bei der organisatorischen Abwicklung der EM. Nach dem Spiel Österreich – Kroatien: Die Abfahrt vom Stadion mit der U2 funktioniert nicht: Die Wiener Linien kommen mit den Massen nicht zurecht, obwohl man ja eigentlich irgendwie damit rechnen hätte können. Und obwohl ein großer Teil der Besucher zu Fuß durch die Prater Hauptallee geht, nachdem die SPÖ-Stadtregierung die Einstellung des 21ers (wär eine praktische Alternative gewesen) durchgezogen hatte. Auch bei der Station “Rathaus” erweisen sich die Wiener Linien als unfähig: Statt das Umsteigen auf Öffis durch Regelung der Fußgänger-Ströme zu erleichtern, wird die Station kurzerhand ganz geschlossen. Das Security-Personal tut ein übriges: Statt am Bahnsteig die Massen zu bewältigen, sind die Sicherheitsleute ausschließlich oberirdisch zu finden, wo sie relativ sinnlos herumstehen.

Auch bei der Fanzone hat die SPÖ-Stadtregierung einen veritablen Bauchfleck gelandet: Die Wirte drohen mit Aufstand, Streik und Anwälten, weil die Versprechungen nicht eingehalten worden sind und so die Besucherströme ausbleiben. Statt über 75.000 sind dort im Schnitt nur 10.000 Besucher zu finden. Die gewaltigen Verluste haben schon für zahlreiche Entlassungen gesorgt.

Und was macht der verantwortliche SPÖ-Bürgermeister Häupl? Er drischt auf die Bundes-SPÖ ein, um von den eigenen Problemen abzulenken:
Häupl täte freilich gut daran, sich mehr um den eigenen Laden zu kümmern. Wo es seit dem Abgang der Herrn Rieder und Faymann massive Personalprobleme gibt. Wo die Verhältnisse von den Straßenbahnen bis zur Psychiatrie zunehmend gesundheitsbedrohend werden. Wo man nicht einmal imstande ist, die neue Stadion-Station so zu beschildern, dass Fußballfans sie finden können. Wo man eine Fanzone so platziert und strukturiert, dass die naheliegende U-Bahn-Station gesperrt werden muss, der Straßenverkehr phasenweise kollabiert – und trotzdem die Frequenz rund ums Rathaus enttäuschend gering ist, weil die Gäste lieber anderswo und billiger feiern.
Andreas Unterberger, Wiener ZeitungSeit vielen Jahren haben wir von der Wiener ÖVP vor den konkreten Organisationsmängeln gewarnt. Gerade Wolfgang Gerstl hat als Verkehrssprecher der Wiener ÖVP hier laufend die detaillierten Mängel aufgezeigt – rechtzeitig VOR der EM. Die SPÖ Wien hat betont, dass eh alles in Ordnung ist. Jetzt haben wir den Salat…
Auch heute wieder ein paar nützliche Links zum Thema:
- Fanzone Wien »
- Webcams aus der Fanzone Wien »
- Blog: Anho63 »
- Blog: EM-Blogger: Fanzone Wien »
- Blog: Mannoman: Fanzonen-Test »
- Blog: Gallien Org: Fanzone Wien »
- Blog: Philipp Hutter: Fotoblog Fanzone Wien »
- Blog: Gebrauchsanleitung: Wien: Fanzone überdimensioniert »
- Blog: Brucki: EM-Schauen in Wien »
- Blog: Frau Igors EM-Tagebuch: Live aus Wien »
- Blog: Unofficial Fan Line 2008: Die schönste Fanzone der Welt »
- Blog: Autweb: Österreich erleben: Fanzone Wien »
- Blog: Prooms Blog: Die schönste Fanzone der Welt »
- Blog: Der Kulturchannel: Fußball-EM in Wien: Halb so schlimm um 9 Uhr morgens »
- Blog: Das Leben der jungen M.: Fanmeilen-Familie »
- Blog: EURO08: Wien hat die teuerste Fanzone von allen »
- Blog: Gabi´s Corner: Fanzone Impressionen »
- Blog: Kritikus: Streik der Wirte »
Posted by Gerhard W. Loub in Politik, Wien
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2 Reponses to "EURO in Wien: Pleiten, Pech & Pannen"
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Watch the real party, live feed from the Bern Fanzone…viva oranje!
http://www.supportersclub-oranje.nl/Pages/SCO/Live_Oranje.asp
Wien..this super party will be coming to you soon!
Die EURO hat ja ein fast versöhnliches Ende gefunden, aber der Pratervorplatz ist und bleibt ein Thema. Ein echter Wahnsinn, was da gelaufen ist und keiner will es gewesen sein.