SPÖ stur auf Neuwahlkurs 8


Da soll sich noch einer auskennen. Erneut sind wir über unseren Schatten gesprungen. Wilhelm hMolterer hat der SPÖ angeboten, mit der Pensionsautomatik – die ja im Regierungsprogramm vorgesehen ist – den Hauptausschuss des Parlaments zu befassen. Das wäre also exakt das, was die SPÖ gefordert hat – eine Einbindung des Parlaments. Und dennoch hat die SPÖ diesen Kompromiss brüsk abgelehnt.

Unterdessen geht der offene Streit in der SPÖ weiter. So fordern im morgigen Österreich SPÖ-Granden eine Vorverlegung des Parteitags und die Ablöse von Alfred Gusenbauer auch als Bundeskanzler.

Mit der SPÖ haben wir derzeit also einen völlig instabilen Regierungspartner, der sich nicht mehr an das Regierungsprogramm, an gemeinsame Beschlüsse oder an den Arbeitsplan der Regierung gebunden fühlt. Bald wird sich die verständliche Frage stellen: Kann man mit DIESER SPÖ noch eine gemeinsame Regierung aufrechterhalten? Dann jedenfalls hat die SPÖ ihr klares Ziel erreicht: Neuwahlen.

Dass wir uns bei Neuwahlen sehr schwer tun würden, ist klar. Die Gratis-Postille “Heute” wird vom ehemals engsten Mitarbeiter Faymanns geleitet, mit Krone-Chef Dichand ist Faymann persönlich eng befreundet und auch Österreich reiht sich in die Fangemeinde des designierten SP-Chefs ein. Bester Beweis: “Heute” titelt: “Die ÖVP will Neuwahlen”. Ein Titel, der  nur damit begründet wird, dass kein ÖVP-Politiker das Ansinnen dementiert hat. Vielleicht hätte man einfach fragen sollen. Denn im Artikel selbst werden nur SPÖ-Politiker zitiert…

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8 Gedanken zu “SPÖ stur auf Neuwahlkurs

  • Gerhard Hardt

    Loub!

    Ihr Vertändnis der politischen Realitäten in unserem Kleinstaat rührt zu Tränen! Setzen Sie beim sozialdemokratischen Mitbewerber tatsächlich ein rationelles Moment voraus? Glauben Sie tatsächlich an die journalistische Sorgfaltspflicht von Krone & Heute? Hier wird Ihnen geholfen: http://tinyurl.com/6johvb

  • Gerhard W. Loub Beitragsautor

    Ein rationelles Element sollte jeder Partei innewohnen – auch wenn es noch so klein ist. Dass dieses rationelle Element zur Gänze wegrationalisiert werden kann, ist irgendwie erschrecken.
    Warum Sie mir “Mayonnaise selbermachen” empfehlen, ist mir ein wenig rätselhaft.
    Und zur journalistischen Sorgfaltspflicht: Hier dürfte Ihnen der Unterschied zwischen der Klassifizierung von “Boulevard” und “Qualitätsmedien” sowie zwischen Blattlinie und Parteiblatt entgangen sein. In ersterem Fall, in dem ich die Krone klar dem Boulevard zurechnen kann, spielt journalisitische Sorgfalt keine Rolle. Im zweiteren Fall – der etwa bei Heute zutrifft – wird nur mehr die Linie einer Partei vertreten, wie wir es zuletzt in der Deutlichkeit bei der ARBEITERZEITUNG gekannt haben.

  • Gerhard Hardt

    Darf man Ihnen jetzt zur Adipositas und zu Ihrer Rechenschwäche noch ein ADHS zuordnen?
    Daraus lesen Sie, dass die ÖVP keine Neuwahlen will?:

    http://www.oe24.at/zeitung/oesterreich/politik/article321266.ece

    “„Neuwahlen sind unvermeidlich geworden“, sagt der steirische VP-Chef Hermann Schützenhöfer im Interview mit ÖSTERREICH.

    Nationalratspräsident sieht Ende der Koalition
    Klar ist: Die ÖVP ist in Rage, nachdem der neue SP-Chef Werner Faymann das Angebot ausgeschlagen hat, das VP-Chef Wilhelm Molterer der SPÖ bei der Pensionsautomatik unterbreitet hatte.

    Der sonst so zurückhaltende VP-Nationalratspräsident Michael Spindelegger zeigt sich ebenso im Interview mit ÖSTERREICH empört über Faymann. Die ÖVP habe versucht ihm einen „guten Einstieg zu gönnen. Aber in der SPÖ steht offensichtlich alles auf Eskalation.“

    Und zum Zustand der Koalition betont er: „Wenn von Faymann nicht in den nächsten Tagen ein klares Bekenntnis zu Lösungen kommt, dann sehe ich das Ende gekommen.“ ”

    Ja, ich weiß es ist nur “Österreich” und die ist sogar als Gratiszeitung noch zu teuer, aber das genaue Gegenteil einer Aussage eines Interviewparners zu schreiben wär selbst für “Österreich” ein wenig zu trashig, ja?

  • Gerhard W. Loub Beitragsautor

    Ja, Herr Hardt, wenn Ihnen die Argumente ausgehen, werden Sie persönlich beleidigend und untergriffig. Das kenn ich ja schon aus Ihren letzten Kommentaren, als Sie nicht in der Lage waren, Ihre Rechenfehler bei der Wahlbeteiligung zuzugeben oder sich über körperliche Merkmale von ÖVP-Politikern exaltierten. Auf dem Niveau diskutier ich nicht, ehrlich.