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Napoleon Faymann: Kritik unerwünscht
August 14, 2008 7 commentsEs ist schon sehr bezeichnend, wie in der SPÖ und den ihr zuzurechnenden Medien mit Kritik am großen Vorsitzenden (Werner Faymann) umgegangen wird. Für gestern war, wie untenstehende Teletext-Ankündigung belegt, ein Bericht zur Rolle der Kronen-Zeitung im Wahlkampf geplant. Dass dieser die enge Verquickung von SPÖ und Krone kritisch hinterfragen würde, lag auf der Hand. Prompt wurde – rein zufällig und ohne jedes Zutun von ORF-Stiftungsrat, SPÖ-Medienberater und SPÖ-Nationalratskandidat Karl Krammer selbstverständlich – dieser Bericht abgesetzt. Stattdessen wurde – wie selbstironisch – eine Reportage über die Diktatur in der DDR gebracht.

Gegen die Tageszeitung “Österreich” wiederum liest sich die Prawda wie ein Oppositionsblatt. Zitate aus dem Bericht zum SPÖ-Bundesparteitag:
Der “Nobody”. Werner Faymann ist die große Überraschung dieses Wahlkampfs – jeder, vor allem die Strategen der ÖVP, hatten mit der Entzauberung des “Nobody” mit einer völlig zerstörten SPÖ gerechnet. Stattdessen wird der Rote, der bei Gusenbauer und Häupl immer nur “der Bua”, der “Hilfs-Sheriff”, der “Assi” war, zur Sympathie-Lokomotive dieses Wahlkampfs. In nur drei Wochen hat er sich selbst zum liebsten Kanzlerkandidaten der Österreicher “gestylt”, [...]
Noch rätseln alle, woran dieser Start-Erfolg liegt: Daran, dass Faymann aussieht wie der Wunsch-Schwiegersohn aller Pensionisten? [...] Daran, dass er ständig das “Gemeinsame” sucht – und offenbar kein Streit-Gen hat, zur Konfrontation also nicht wirklich fähig ist? [...] Oder schlicht daran, dass er von allen Politikern der mit Abstand fleißigste ist? [...]
Ein Tag Faymann. Faymann ist ein “Maniac”, ein Besessener der Politik. Schon als Stadtrat und Minister war er immer der Fleißigste – kein Arbeitstag hatte unter 15 Stunden. Seit er Wahlkampf-Spitzenkandidat ist, rotiert er wie ein Dynamo – und hat tatsächlich den 20-Stunden-Arbeitstag erfunden. Und zwar sieben Tage die Woche. [...]
Um 8 Uhr sitzt er mit seinem Team beim Frühstück – bespricht den Tag, als wäre er Napoleon vor einem Feldzug. Jeder Kontakt, jedes Interview wird vorbereitet – er ist damit das genaue Gegenteil von Vorgänger “Gusi”, der Reden prinzipiell nicht selbst schrieb, der Tagesabläufe nie vorbereitete, sondern lieber Schmäh führte.
Posted by Gerhard W. Loub in Politik
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7 Reponses to "Napoleon Faymann: Kritik unerwünscht"
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Loub!
Ich wunder mich immer wieder, mit welchem Übermaß an Intelligenz sie als schwarzer Parteisoldat 24h versuchen, die bösen Machenschaften der SPÖ aufzudecken. Dabei waren sie selbst doch der Erfinder des zensierten Forums auf Zukunft.at und haben sich vor unfreundlichen Einträgen gefürchtet und diese auch sofort löschen lassen. Erinnern Sie sich vielleicht noch oder schwelgen sie gerade in Dollfuß-Fantasien?
Ich träume jedenfalls davon zu Ihnen in die Lichtenfelsgasse kommen und in ihrem Büro die Kreuze und Dollfuß-Bilder herunterreißen und anschließend Ihnen und der Bulimie-geplagten BurschenschaftlerIn Frau Mojzis die Meinung zu texten. Im Anschluss könnten sie mir ja neben der Webredaktion auch noch die Abteilungen für Kampfpostings, Lügen und Postenschacher zeigen.
Übrigens: Wussten Sie, dass der Bericht zur Wahl 08 nur verschoben und später noch ausgestrahlt wurde?
Informieren statt blöd reden.
Unbeeindruckt! G. Hardt
Hallo!
darf ich den Teletext-Screenshot auch in meinem Blog übernehmen?
Der Ordnung halber möchte ich festhalten, dass der oben gepostete Beitrag NICHT von Gerhard Hardt stammt, sondern von einem User mit der IP-Adresse “91.113.89.253″ gepostet wurde. Inhaltlich ist festzustellen, dass die behaupteten Zensuren im Forum von zukunft.at frei erfunden sind und dass der zensierte Beitrag im ORF NICHT zu einem späteren Zeitpunkt ausgestrahlt wurde. Von den Beleidigungen her hätte der Beitrag übrigens durchaus Hardt-Niveau ;-)
@weltbeobachterin: Natürlich gern, ist ja auf meinem FlickR-Account zur freien Verwendung: http://www.flickr.com/photos/loub_gerhard/2762607424/
So traurig auch die Medienmache zugunsten der SPÖ ist: Auf der “anderen” Seite zeigt sich kein anderes Bild. Angefangen bei den NÖN zu den NÖ Wahlen etwa, oder zur Zeit mMn massiv in der SN, wo zu wirklich jedem Thema (egal wie rot/grün/blaubesetzt es eigentlich ist) mindestens 1-2 ÖVPler und sonst kaum jemand zu Wort kommt. Ob die das freiwillig (als “unabhängige” Tageszeitung?) machen oder es Interventionen gibt, ist da natürlich eine andere Frage.
Im Übrigen hatte der ORF unter Schwarz-Blau weitläufig den Spitznamen “Schwarzfunk”, und auch das “Moltofon” hat seinen Namen nicht von ungefähr.
Die Frage ist, wie man derlei Verhaberungen, egal von welcher Partei, am besten löst. Aufdecken (auf wunderbar gegenseitiger Basis) allein reicht offensichtlich nicht.
Mittlerweile wurde der Beitrag jetzt doch noch ausgestrahlt. Nur wissen wir nicht, ob es der selbe oder nur der gleiche (in Inhalt und Aussage geschönte) Beitrag war. Sie hätten den Beitrag nach dem Zirkus gar nicht mehr zu senden brauchen, es hätten keinen Unterschied mehr gemacht. Die Glaubwürdigkeit war schon mit der ersten Nichtausstrahlung erschüttert. Was sich der ORF da geleistet hat, ist unbeschreiblich. Bald wird man zu RTL- oder SAT1-Nachrichten mehr Vertrauen haben…