Wer hat noch nicht davon gehört: Traditionelle Massenmedien klagen und drohen, wenn ihr Inhalt sich im Web 2.0 wiederfindet, sei es in Form von Filmen auf YouTube, Zeitungsberichten in Blogs oder Bildern auf FlickR. Umgekehrt ist man da nicht so wehleidig. Große Teile der Videoberichterstattung von Online-Medien werden mit YouTube-Videos bestritten, TV-Sender filmen YouTube-Videos einfach ab, Screenshots von Seiten werden – selbstverständlich kostenfrei – übernommen und Blogs im Volltext abgedruckt.
Web 2.0 bedeutet Geben und Nehmen. Wenn sich traditionelle Massenmedien daran beteiligen, sollten die Regeln auch für sie gelten. Natürlich wird niemand erwarten, dass TV-Sendungen oder ganze Zeitungen kostenfrei übernommen werden dürfen. Doch die Übernahme von Ausschnitten sollte kostenfrei möglich sein – wenn nötig auch mit dem nötigen politischen bzw. legistischen Druck. Es wäre ein wichtiges und längst fälliges Signal gegen die völlig überbordende Copyright-Interpretation der letzten Jahre.
Hi Gerhard,
ja Du hast natürlich recht, allerdings gibt es schon einen Versuch in Form der Creative Commons. Der NDR veröffentlicht unter anderem ihre Videobeiträge unter einer solchen Lizenz. Das heißt das man diese Videos auch in seinem Blog einbauen darf. Wie Du siehst gibt es bereits schon erste Schritte aber ich gebe Dir natürlich recht, dass die Rechtslage momentan noch ziemlich schwierig ist. Zum CC-Angebot der NDR kommst Du hier:
http://www3.ndr.de/zuschauerservice/creative_commons/index.html
lg
Ekki
Das find ich natürlich einen sehr lobenswerten Ansatz. Leider ist das Angebot sehr beschränkt und außer NDR kenne ich eigentlich kein derartiges Angebot bei ähnlichen Massenmedien. Es wäre schon, wenn sich auch andere Medien aufraffen könnten und das Angebot erweitert werden würde. Denn oft ist die Wiedergabe von Ausschnitten der Anreiz, das entsprechende Medium – auch in kostenpflichtiger Form – zu konsumieren.