Wer hat noch nicht davon gehört: Traditionelle Massenmedien klagen und drohen, wenn ihr Inhalt sich im Web 2.0 wiederfindet, sei es in Form von Filmen auf YouTube, Zeitungsberichten in Blogs oder Bildern auf FlickR. Umgekehrt ist man da nicht so wehleidig. Große Teile der Videoberichterstattung von Online-Medien werden mit YouTube-Videos bestritten, TV-Sender filmen YouTube-Videos einfach ab, Screenshots von Seiten werden – selbstverständlich kostenfrei – übernommen und Blogs  im Volltext abgedruckt.

Web 2.0 bedeutet Geben und Nehmen. Wenn sich traditionelle Massenmedien daran beteiligen, sollten die Regeln auch für sie gelten. Natürlich wird niemand erwarten, dass TV-Sendungen oder ganze Zeitungen kostenfrei übernommen werden dürfen. Doch die Übernahme von Ausschnitten sollte kostenfrei möglich sein – wenn nötig auch mit dem nötigen politischen bzw. legistischen Druck. Es wäre ein wichtiges und längst fälliges Signal gegen die völlig überbordende Copyright-Interpretation der letzten Jahre.

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