• Hausregeln, vom Gast verfasst

    April 27, 2009 8 comments

    Die SPÖ Wien bedient sich im begonnen Vorwahlkampf des mäßig originellen Slogans “Wien ist wie ein großes Haus. Es funktioniert nur, wenn sich alle an die Hausordnung halten.” Guter Ansatz, schlechte Umsetzung. Denn die SPÖ hätte es in den letzten Jahren (nach immerhin 90 Jahren “Rotem Wien”) in der Hand gehabt, die Hausordnung durchzusetzen. Das funktioniert auch jetzt, nach Beginn der Plakatserie nicht.

    Bestes Beispiel: Fanatische Moslems verbieten ihren Frauen, ohne Ganzkörperbekleidung schwimmen zu gehen. Das führt dazu, dass jungen Musliminnen von ihren Vätern die Teilnahme am Schwimmunterricht verboten wird, das sie nicht ins Schwimmbad gehen dürfen. In praktisch allen Städten in Westeuropa wird diese Unterdrückung nicht geduldet und gleichzeit klar gemacht, dass in unserer Heimat unsere Regeln gelten. Kein Schwimmen im Ganzkörpergewand. Wien ist anders. Hier hat man dieses Verbot nun zugunsten sogenannter “Burkinis” aufgehoben. Eine “lex specialis” zugunsten fanatisierter Moslems. Eine Regelung, die die Unterdrückung der betroffenen Frauen de facto legalisiert. Ja, Wien hat eine Hausordnung. Sie wird nur halt von den “Gästen” verfasst.

    P.S.: Nur um Missverständnissen vorzubeugen: Natürlich gilt die Religionsfreiheit ohne Wenn und Aber. Diskriminierung und das Aufzwingen neuer Regeln durch Zuwanderer ist aber nicht zu akzeptieren – ebensowenig wie Xenophobie und Ausländerhetze. Doch durch Vorfälle wie diesen werden Vorurteilen aller Art Tür und Tor geöffnet. Und das gilt es zu verhindern.



    Posted by Gerhard W. Loub in Politik, Wien

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    8 Reponses to "Hausregeln, vom Gast verfasst"

    1. Tom Schaffer 27 Apr 2009

      Über Sinn und Unsinn solcher Gesetze kann man streiten, aber deine Aussage bezüglich der Legalisierung von Unterdrückung ist einfach falsch. Die Unterdrückung der Frau wird nicht legalisiert, unterdrückte Frauen dürfen jetzt nur auch schwimmen gehen. Sie sind so unterdrückt wie zuvor und wie in jeder anderen Stadt in Österreich – sei sie nun schwarz oder rot geführt.

      Das Gesetz behandelt die Unterdrückung an sich überhaupt nicht.

      Und das Gesetz wird auch nicht von den “Gästen” verfasst. Zum einen sind Menschen die hier leben keine Gäste. Das wird auch in Anführungszeichen nicht richtiger. Zum anderen ist es ja nicht Pflicht mit einem “Burkini” zu schwimmen. Es wird nur ermöglicht.

      Zu viele undurchdachte Polemiken für zwei Absätze, lieber Loub.

    2. Gerald Bäck 27 Apr 2009

      Also mir tun diese Burkinis nicht weh und ich denke auch nicht, dass es in unseren Schwimmbädern eine Bikini Pflicht gibt. Aber mal im Ernst, mit der Erlaubnis legalisiert die Stadt doch keine Unterdrückung, sondern ermöglicht es muslimischen Frauen, schwimmen gehen zu können. Dadurch wird auch eine erste Möglichkeit zur Sozialisation gegeben, die sie zu Hause beim Mann bestimmt nicht hätten.

    3. Stauni 27 Apr 2009

      Die SPÖ ist eine fortschrittliche Partei, zumindest was das Wählerpotential von morgen betrifft. Warum soll man es sich mit den Leuten vergraulen, deren Kinder die Zukunft der Partei aufrecht erhalten.
      MfG
      Stauni

    4. Herbert Hohnmandl 28 Apr 2009

      Die ÖVP plakatierte im vergangenen Wahlkampf auch, “wer bei uns leben will, muss unsere Sprache sprechen”. Trotzdem wimmelt dieser Blogpost von Rechtschreibfehlern.

      So what?

    5. Stauni 28 Apr 2009

      @Hohnmandl
      Bei Ihrem Kommentar fällt mir ein Spruch ein, den ich irgendwo gelesen habe:
      “Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.”
      MfG
      Stauni

    6. illu 09 Mai 2009

      rechter murks, den sie hier von sich geben…

    7. Gerhard W. Loub 09 Mai 2009

      @illu: Danke für die fundierte Stellungnahme, die so gekonnt auf alle meine Argumente eingeht lol

    8. illu 11 Mai 2009

      argumente sind auf dieser seite nicht zu finden…

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