Ein heftiges Erdbeben hat sich eben bei Mürzzuschlag ereignet, Gebäudeschäden sind zu verzeichnen, die Ausläufer waren bis Wien spürbar. Doch das eigentlich Aufsehenerregende: Dieses Erdbeben war das erste in Österreich, das zuerst via Twitter bekannt wurde. Unmittelbar nach dem Beben twitterten etwa Petra Galkova oder Franz Joseph über ein vermeintliches Beben in Wien. Mittlerweile wurde das Beben und seine Ausläufer von der ZAMG offiziell bestätigt. Die ZiB24 brachte die Meldung gleich kurz zu Beginn, die APA hat bis jetzt nicht berichtet. Wieder ein bemerkenswertes Beispiel dafür, wie die traditionellen Massenmedien mit der Aktualität des “Web 2.0″ nicht mithalten können. Wie der Durchschnitts-Rezipient allerdings die relevanten Meldungen aus den Weiten des “Web 2.0″ herausfischen kann, steht unter dem Titel “Informationsflut” auf einem völlig anderen Blatt…
Nachtrag: Günter Strobl hat mich völlig zu Recht darauf aufmerksam gemacht, dass er als Erster zum Erdbeben getwittert hat. Das sei hiermit ausdrücklich festgehalten – und ein Beleg dafür, dass das Web 2.0 wirklich sehr schnell ist, die Informationen aber auch erst mal gefunden werden müssen.
möchte nur kurz anmerken, dass http://twitter.com/guenterstrobl der erste gewesen sein dürfte, der getwittert hat zum erdbeben …. ;-)
gewonnen!!! gratulation, günter ;-))
Ist vermerkt! Tja, der Nachteil von Twitter: Ist man kein Follower, kriegt man´s einfach nicht mit…
TITANIC erklärt das Web 2.0 (Folge 1)
http://www.titanic-magazin.de/news.html?&tx_ttnewspointer=1&tx_ttnewstt_news=2893&tx_ttnewsbackPid=3&cHash=cba4a4b2ce
Heute: Twitter
1. Was kann es?
Leser schneller und kompakter langweilen als jede SMS (statt 160 Zeichen sind nur 140 erlaubt).
2. Was soll es?
* Mit neuer Langeweile alte Langweile vertreiben
* Kids von Handfeuerwaffen fernhalten
* Die Twitter-Erfinder steinreich machen
3. Wer macht mit?
* Feuilletonredakteure, deren Zeitungsverlag 60% ihrer Seiten gekürzt hat
* von sich selbst gelangweilte Dauerpraktikanten
* Hausfrauen mit zu viel Tagesfreizeit und wenig Kunden
4. Wer macht nicht mit?
Häufig entpuppen sich prominente Twitter-Namen gar nicht als die echten Promis (etwa Harald Schmidt, Hotte Köhler, Lilo Pulver, Lenin und Garfield).
5. Soll ich auch mitmachen?
Unter uns: Wenn Sie Zeit haben, diesen Quatsch zu lesen, haben Sie auch genug davon für Twitter.