Ein heftiges Erdbeben hat sich eben bei Mürzzuschlag ereignet, Gebäudeschäden sind zu verzeichnen, die Ausläufer waren bis Wien spürbar. Doch das eigentlich Aufsehenerregende: Dieses Erdbeben war das erste in Österreich, das zuerst via Twitter bekannt wurde. Unmittelbar nach dem Beben twitterten etwa Petra Galkova oder Franz Joseph über ein vermeintliches Beben in Wien. Mittlerweile wurde das Beben und seine Ausläufer von der ZAMG offiziell bestätigt. Die ZiB24 brachte die Meldung gleich kurz zu Beginn, die APA hat bis jetzt nicht berichtet. Wieder ein bemerkenswertes Beispiel dafür, wie die traditionellen Massenmedien mit der Aktualität des “Web 2.0″ nicht mithalten können. Wie der Durchschnitts-Rezipient allerdings die relevanten Meldungen aus den Weiten des “Web 2.0″ herausfischen kann, steht unter dem Titel “Informationsflut” auf einem völlig anderen Blatt…

Nachtrag: Günter Strobl hat mich völlig zu Recht darauf aufmerksam gemacht, dass er als Erster zum Erdbeben getwittert hat. Das  sei hiermit ausdrücklich festgehalten – und ein Beleg dafür, dass das Web 2.0 wirklich sehr schnell ist, die Informationen aber auch erst mal gefunden werden müssen.

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