• Superpraktikant – Politik 2.0

    November 04, 2009 10 comments

    Gerade mal etwas mehr als 24 Stunden ist unser Projekt “Superpraktikant” online, und schon hat der Begriff “Superpraktikant” Hashtags wie “#unibrennt” überholt (http://bit.ly/1ciciZ). Eines kann man also schon jetzt sagen: Es ist uns sofort gelungen, für Aufmerksamkeit im Web 2.0 zu sorgen. Und Twitter hat sich erneut als unverzichtbares Medium erwiesen.

    Die Zahl der Bewerber steigt laufend – wobei das Spektrum breit ist. Natürlich gibt es neben wirklichen engagierten Bewerbern auch die üblichen Spaßkandidaten und Fakes. Besonders spannend: Falter-Journalistin Barbara Toth möchte Superpraktikantin werden. Blöd nur, dass ihre Fans gleich am Anfang beim Schummeln erwischt worden sind. Ob sich das mit journalistischer Ethik verträgt?

    Neben diversen interessanten Wortmeldungen – auch mit konstruktiver Kritik – gibt´s das übliche Gesuderen (© Gusi) von linker Seite: Die Hauptkritikpunkte sind die mangelnde Seriosität des Projekts und Vergleiche mit der “Generation Praktikum”. All jenen, die meinen, Politik dürfe sich nicht auf die Ebene von Castings begeben, darf ich meinen Blog-Beitrag zum Thema “Jugendsprache” empfehlen. Natürlich: Die Politik braucht Inhalte, und “Superpraktikant” wird hier noch einige Einblicke bringen. Aber ein Politiker, der meint, bei der Jugend beliebte PR-Formen in der Politik ächten zu müssen, der wird nie verstehen, warum er keinen Draht zu Jugendlichen findet. Zum Argument der “Generation Praktikum” sei nur angemerkt, dass selbst weniger interessierten Usern auffallen dürfte, dass ein 1-wöchiges Praktikum von niemandem als Berufs-Ersatz aufgefasst werden wird.

    Die Aktion “Superpraktikant” (www.superpraktikant.at) ist voll angelaufen. Über den Erfolg werden weder Suderanten noch Berufsoptimisten entscheiden – sondern nur die User selbst. Willkommen in der Politik 2.0!

    P.S.: Weitere Blog-Beiträge zum Thema:


  • Facebook Kommentare

    10 Reponses to "Superpraktikant – Politik 2.0"

    1. Armin Soyka 05 Nov 2009

      Eine Aussage mit einem Tweet ohne Link zu belegen ist etwa so professionell wie die Idee einen Superpraktikanten zu bewerben… Hast du eine Quelle für die Behauptung?

    2. Gerhard W. Loub 05 Nov 2009

      Auch ein Tweet ist eine Quelle.

    3. ad 05 Nov 2009

      Pedro Bearraro auf Platz 1. lol

    4. Armin Soyka 05 Nov 2009

      Natürlich. Unverifizierte Aussagen als Tatsachen darzustellen entspricht trotzdem nicht deinen journalistischen Fähigkeiten – bin ich überzeugt von. Ich hab jetzt für dich kurz nachrecherchiert und bestätigt, was ich mir eh dachte:
      letze 24 Stunden:
      1. unibrennt 1617
      2. unsereuni 1478
      11. superpraktikant 186
      In den letzten dreistunden war #superpraktikant nicht unter den top 20 (während unsereuni und unibrennt mehr als 200 mal erwäht wurden). Aber der Artikel wurde ja gestern Abend verfasst. Schaust du dir da die Vergleichszahlen an (http://twicker.net/trend/unibrennt und http://twicker.net/trend/superpraktikant) an, siehst du das den gesamten gestrigen Tag über #unibrennt über 10 mal mehr tweets hatte, und ja. Auch wenn man sich die Stundenübersicht anschaut (http://twicker.net/aktuellertrend/unibrennt und http://twicker.net/aktuellertrend/superpraktikant), sieht man, dass #superpraktikant nicht ein einziges mal annähernd erreicht hat.
      Auch zu der Zeit als http://twitter.com/Eaglepowder/statuses/5425429706 gepostet wurde, war er nicht wahr. Die Frage, die sich stellt ist also obeaglepowder absichtlich manipuliert hat oder sich nur in um eine Stelle (1800 statt 180) geirrt hat.
      Dir würde ich empfehlen es oben auszubessern und in Zukunft Twittermeldungen etwas kritischer zu beäugen (du weißt ja selbst genau von den Gefahren)

    5. Gerhard W. Loub 05 Nov 2009

      @Armin Soyka:
      Wenn ich zitiere, kann ich natürlich nicht jede Aussage tiefgreifend nachprüfen, sonst könnte ich´s ja gleich selber zusammensuchen. Im konkreten Fall dürfte Dein Fehler daran liegen, dass Du Hashtags zählst – aber auch die Zählung nach Usernamen oder Worten (ohne #) gibt.

    6. peter 07 Nov 2009

      ur coole sache. wollt mich schon anmelden aber leida schaff ichs nicht

    7. Dyrn 17 Nov 2009

      Die konservativen Kräfte – das zeigt sich mit Blick auf die internationale Ebene, egal ob in den USA oder in Deutschland – tun sich schwer, mit einem unverkrampften Umgang mit web 2.0 features. Der “Superpraktikant” ist da keine Ausnahme, im Gegenteil, selbst konservativ orientierte Studierende in meinem Umfeld üben sich im Fremdschämen.

      Die linken Kräfte stehen ihnen in diesem Peinlichkeitsmarathon aber um nur wenig nach.

      Die ÖVP wie auch die SPÖ glauben ja noch immer, man spreche die Sprache der Jugend, wenn man “cool” und statt “Josef” nur “Joe” sagt.

      In diesem Sinne: Eure Aktion wird sicherlich einige Junge dazu bringen, ihre Scheu vor den großen Buchstaben Ö V P zu verlieren, und allein das ist ja schon ein Erfolg für Euch, aber, so meine These: Es sind nicht jene jugendlichen Kräfte, um die sich eine Partei, die sich öffnen möchte, die zum think tank einer modernen, offenen gesellschaft werden will, bemühen müsste.

      Fazit: Die Sache wird wieder mal nur bei der ÖVP Jugend ziehen.

    8. ViennaCodePoet 17 Nov 2009

      Hielt es zunächst für einen Fake – und war danach mildly shocked – zumal ich solch einen Patzer der VP nicht ohne weiteres zutraue. Indes man lernt dazu…

      Macht die verlacht wird ist keine mehr… spannend welche politischen Kräfte das Vakuum auffüllen, dass die ÖVP hier exemplarisch sichtbar werden lässt.

    9. Gerhard W. Loub 18 Nov 2009

      @Dyrn: Die bisherigen Anmeldungen zeigen, dass die Sache nicht nur bei der ÖVP-Jugend zieht.
      @ViennaCodePoet: Die Versuche aus dem linken Eck, das Ganze ins Lächerliche zu ziehen, sind mittlerweile gut bekannt und entbehren jeden Neuigkeitswerts. Das Echo bei den Usern gibt uns recht – und DIESE werden über den Erfolg entscheiden – und nicht irgendwelche linken Berufs-Madigmacher.

    10. ViennaCodePoet 18 Nov 2009

      Wofür steht die ÖVP, was ist ihr Ass im Ärmel des politischen Wettbewerbs? Na, doch wohl die macht-technische Kompetenz und deswegen wird sie auch gewählt.

      Shocking ist jedenfalls die Qualiät der ernst gemeinten Bewerbungen, teilweise die Fleisch gewordene Unbedarftheit, jedenfalls kein Political Animal darunter – bei schärferen Nachdenken war/ist das auch zu erwarten…

      das Political Animal sieht die Machart – und wird sich nicht auf eine Selbstbeschädigung einlassen…

      ach ja die Anforderungen an einen Superpraktikanten des Vizekanzlers – egal welcher Farbe – mindestens sollte er/sie ein Political Animal sein… alles andere hielte ich doch für sehr lolipop.

      Spannend… wie die Medienpartner und die VP da wieder raus kommen… und was der FPÖ dazu einfällt. Zur macht-technischen Kompetenz gehört jedenfalls auch eine Idee wie man der Ridikulisierung den Wind aus den Segeln nimmt.

      ad links vs. rechts… spiegelt die Binnensicht der Kader und ist für mich nur mehr lolipop…

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