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Uni gelöscht? #unibrennt
Mai 11, 2010 No comments
Es ist das unrühmliche Ende einer angeblichen Studenten-Bewegung: Gestern haben erneut Aktivisten von #unibrennt Räumlichkeiten der Universität Wien besetzt. Aus dem Rektorat wurden sie von der Polizei rasch hinauskomplimentiert. Und im Audimax unterlagen die Möchtegern-Besetzer bei einer demokratischen Abstimmung den Studenten in einer gerade stattfindenden Publizistik-Vorlesung. Damit ist wohl klar, wo die #unibrennt-Bewegung einzuordnen ist, denn die Studierenden wollen mit Besetzungen und linken Tagträumereien nichts zu tun haben.Doch bei allen Phantastereien, bei allen Schäden durch Sachbeschädigungen und Anmietung anderer Räumlichkeiten, hat #unibrennt dennoch – direkt und indirekt – einige wesentliche Probleme zum Thema gemacht, etwa:
- die fehlende gesellschaftliche und staatliche Anerkennung des Bakkalaureats
- das chaotische und ratlose Vorgehen der Universitäten bei der Umsetzung des Bologna-Prozesses
- die Unzufriedenheit vieler Studierenden mit der aktuellen Studiensituation
- die Unzulänglichkeiten der Massenuniversität und den dringenden Bedarf nach qualitativ orientierter Studienzulassung
- die Unfähigkeit vieler traditioneller Massenmedien, mit Web 2.0 orientierten Bewegungen umzugehen
- die Tatsache, dass sich keine Gruppierung der Studierenden – weder Audi-Max-Besetzer noch deren Gegner – von der derzeitigen ÖH-Führung vertreten fühlt und die ÖH damit zusehends irrelevant wird (so sie dies nicht ohnehin schon ist)
- und last not least die Tatsache, dass Obdachlose aus Nicht-EU-Ländern selbst mitten im Winter von der Stadt Wien im Stich gelassen werden
#unibrennt ist am Ende. Doch die Probleme sind noch lange nicht gelöst.
Posted by Gerhard W. Loub in Politik, Uni, Wien
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