Als ich in den 90-er Jahren zur JVP Wien gekommen bin (ja,ja, langsam werd ich alt) war das schon in meinem “Welcome-Package”: Ein Sticker “JVP Wien für 24 Stunden”. Fast 20 Jahre haben wir gekämpft (unter zahlreichen Obleuten von Wolfgang Ulm über Wolfgang Kubesch, Andreas Ottenschläger, Georg Haunschmidt bis zu Markus Kroiher).

Den Startschuss gab Wolfgang Ulm am 28. Juni 1993. Die Forderungen damals:
1. 24-Stunden-Betrieb auf allen U-Bahn-Linien.
2. darauf abgestimmter Nachtbetrieb auf einigen Buslinien und
3. Sammeltaxis, die an den Endstellen der U-Bahn bereitstehen.
Die Blockade der SPÖ Wien hielt ganze 17 Jahre. Ich selbst hatte das Vergnügen, unter drei Landesobleuten, zuletzt unter Markus Kroiher im Präsidium, als Pressereferent für die Idee mitzukämpfen. Und unter Sebastian Kurz ist dieser 17-jährige Kampf nun von Erfolg gekrönt. Praktisch alle Forderungen sind umgesetzt (wenn auch der 24-Stunden-Betrieb erst am Wochenende). Ein toller Beweis dafür, dass gute Forderungen mit dem entsprechenden Durchhaltevermögen und viel Engagement selbst von der Jugendorganisation einer Oppositionspartei im absolut roten Wien durchgesetzt werden können.
Meine Gratulation an dieser Stelle an alle im Laufe der Jahrzehnte beteiligten Mitkämpfer, allen voran an Sebastian Kurz, der das Unmögliche möglich gemacht hat, und an unseren 24-Stunden-Landesgeschäftsführer Silvio Frankl für die tolle Organisation!
P.S.: Dass die SPÖ Wien sich nun für die Umsetzung unserer Forderung, die sie 17 Jahre lang blockiert hat, feiern läßt, verkommt als Treppenwitz der Geschichte zur Fußnote der Politik.