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Eine Frage der Perspektive… #kurz
Mai 05, 2011 17 commentsDas “Kurz-Bashing” diverser Medien und linker Aktivisten nimmt kein Ende. Und auch der FALTER reiht sich hier nahtlos ein: Es geht nicht um Reportage, Hintergrundbericht, Fakten oder eine Abbildung der Realität sondern schlicht darum, die Meinung der Redaktion in Bildern zu manifestieren. Eine freundliche Aufnahme des neuen Integrations-Staatssekretärs Sebastian Kurz durch Migranten entspricht da schlicht nicht dem politischen Wunschdenken des FALTER.
Daher wird statt des freundlichen Bilds unten aus der Serie entstandener Fotos jenes genommen, bei dem sich das Kind kurz mal von Sebastian wegdreht und mit entsprechendem hämischen Kommentar bedacht – denn nur das paßt zur Meinung der Redakteure. Der Unterschied zwischen Journalismus und kritikloser Verbreitung der privaten Meinung der Redaktion ist bei vielen Medien in Österreich schlicht inexistent. Qualitätsjournalismus sieht anders aus.

Der Vergleich macht Sie sicher: Oben: Das Bild im Falter, Unten: Die selbe Szene aus einer anderen Perspektive (c) Jakob Glaser
P.S.: Ich werde den Beitrag in weiterer Folge ans Watchblog “KOBUK” weiterleiten. Mal sehen, ob die auch Beiträge bringen, die der eigenen politischen Ausrichtung widersprechen ;-)
P.P.S.: Thx an Jake für die Story!
Posted by Gerhard W. Loub in Medien, Politik
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17 Reponses to "Eine Frage der Perspektive… #kurz"
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seh da ganze ja ein bisserl differenzierter. aber ich hab den beitrag mal in einer unserer fb (profi)fotografengruppen zur diskussion hineingestellt.das thema is ja ansich nicht ganz uninteressant .
Ich habe darüber nachgedacht, ob ich (als Kobuk-Autor) darüber schreiben soll. Falter-Medienkritik ist immerhin (da viel schwieriger als Boulevard-Kritik) “more rewarding”, wie der Engländer sagen würde.
Habe mich aber dagegen entschieden. Ganz einfach weil: Die Bildauswahl bildet, wie du schreibst, nicht die Realität ab, sondern will einen Standpunkt illustrieren. Wenn der Bildredakteur den (journalistischen) Standpunkt vertritt, dass Kurz aufgrund zb. fehlender Erfahrung im Themengebiet von Zielgruppen und Migrationsexperten abgelehnt wird oder werden sollte, dann ist es auf einer Meinungsseite wie der, auf der das Bild der Woche gepostet wird (wo auch zb. der Dolm der Woche vergeben wird), legitim, extra ein passendes Bild auszusuchen, das diesen Standpunkt wiedergibt, und nichts mit der konkreten Situation Kurz-Kind zu tun hat. Also: Ja, Meinung statt Bericht, da hast du recht, aber m.E. Zweck des “Bildes der Woche”.
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Übrigens: Wenn ein anderer Kobuk-Autor das Thema aufgreift, wird es inhaltlich nicht an mir (als Kobuk-Editor) scheitern. Denn man kann hier (wie du) durchaus auch anderer Meinung sein.
Erschien das Bild nicht ursprünglich im Standard bei dieser Reportage: http://derstandard.at/1303950752120/Standard-Reportage-Ein-Kurzbesuch-in-Meidling ?
Da ist es mir zumindest aufgefallen und ich fand es auch sehr tendenziös gewählt – jetzt noch mehr, nachdem ich die andere Perspektive gesehen habe. Andererseits: wirklich guter Schuss, kann man ihnen kaum verübeln, dass sie genau dieses Bild ausgewählt haben.
hab grad mit dem corn telfeoniert( der is ja nicht auf fb) und ich glaub ich darf einen satz aus dem gespräch zitieren: *ich bin unparteiisch weil ich lasse wenns geht alle schlecht aussehen* :-) wer den corn kennt weiss auch dass das stimmt .
Das Bild erschien ursprünglich im Standard, zu einem Artikel, der als Reportage gekennzeichnet war. Der Artikel weckte den Eindruck, Wirklichkeit wiederzugeben, nicht Meinung zu vermitteln
Ich denke Standard-Medienkritik wäre auch noch “rewarding” genug, oder? ;-) Die Kurz-Kind Beziehung ist dort sogar noch eindeutiger im Text.
@wolfgang: hast du einen scan? http://www.kobuk.at/hinweise
@jürg: dem corn ist ja auch kein vorwurf zu machen (die ethischmoralische frage was wer mit seinen bildern anfängt muss sich eh jeder selbst beantworten), darum gings mir auch nicht; ein bild steht für sich und lässt es dem betrachter frei sich seinen teil zu denken. kommt aber wie in diesem fall der text dazu, wird automatisch der kontext hergestellt, der kleine hat kurz auflaufen lassen. und das stimmt einfach nicht, genauswenig stimmt es, dass kurz nicht bei allen willkommen war. und deswegen kann man nicht von einem meinungsbericht reden; hier wurden einfach was erfunden. abgesehen davon kann ich mich nicht erinnern das vom falter jemand dort war, außer dem corn, und der hat ja schon kundgetan wie er dazu steht.
naja es ist das bild der woche (laut falter). aber nicht der bildtext der woche :-) .
ich mag aber die diskussion darüber schon führen wie weit inszeniert die “gegenseite” bilder und wo beginnt das parteiische eines fotografen ( lassen wir mal den bildtext beiseite).also fotograf sollte ich darauf achten die inszenierungen zu unterlaufen. da ja viele politiker von ÖVP,SPÖ und allen anderen im wahlkampf plötzlich kinder tätscheln und hochheben.:-) und alle pressesprecher hätte gerne kinder die z.b den onkel faymann anstrahlen und lieb haben in der zeitung.ich bin aber ausser, ich werde von dieser partei gebucht , nicht dazu da deren bild zu machen sonder meins.
weil ganz objektiv gesehen tauschen wir kurz mal mit mit strache aus, hätten wir uns wohl alle über das bild und den bildtext gefreut :-) ausser der pressesprecher vom strache hätte vermutlich eine” linkslinke ostküsten-medienhatz ” vermutet :-)
@jürg: ich glaub wir könnten ewig über das diskutieren. inszenierungen unterlaufen, und das andere suchen, ja; völlig und bewusst aus dem kontext reissen und falsch berichten, nein. aber wie gesagt, erst der bildtext machts hier aus. und strache und kurz willst jetzt nicht in einen topf schmeißen, oder?
Natürlich Vergleiche ich die 2 nicht im geringsten .
Auch mir geht es nicht um eine abschließende Analyse, sondern um eine Diskussion. Und ich werfe dem Falter ja nicht Fälschung vor, sondern genau das, was Helge sagt: Es wird nicht die Realität abgebildet, sondern der eigene, private Standpunkt durch redaktionelle Inszenierung untermauert und als Realität vorgespiegelt.
Die Realität gibt’s nicht :-)
Manueller Trackback: http://www.kobuk.at/2011/05/die-gezielte-bildauswahl-des-standard/