In einigen Staaten wird es bereits diskutiert: Alt-Politiker, die ihre Staaten durch immer neue Schulden in den Ruin getrieben haben, sollen vor Gericht gestellt werden. Ein drastischer Schritt, doch verständlich: Denn das Geld Anderer, das Geld künftiger Generationen auszugeben, ist so, als würde ein Aktienhändler mit dem Geld seiner Kunden ohne ihre Zustimmung spekulieren. Und wohin so ein Vorgehen führt sehen wir heute – in Griechenland, Ungarn, Italien, Spanien etc.
Umso unverständlicher ist es, dass es auch heute noch Politiker gibt, die das Problem nicht verstehen, die – obwohl sie mittlerweile schwarz auf weiß haben, was passiert – immer noch das Geld ihrer Kinder ausgeben wollen. Nun können sich Politiker, denen jetzt ein Gerichtsverfahren wegen ihrer Schuldenpolitik in der Vergangenheit droht, sich noch darauf berufen, dass das zu ihrer Zeit absolut üblich war, dass sie sich also bestenfalls der fahrlässigen Krida schuldig gemacht haben. Politiker, die heute sehen, wie das System einstürzt, und weiter ohne jede Bremse neue Schulden machen, gehen vorsätzlich auf die Krida zu. Das ist nicht nur unverantwortlich, das gehört entsprechend sanktioniert.
Wie hat es Maggie Thatcher so passend gesagt: “Das Problem am Sozialismus ist, dass einem irgendwann das Geld anderer Leute ausgeht.” Und es ist das Geld unserer Kinder, das wir heute schon verschleudern. Wer jetzt noch dagegen ist, die ständig neuen Schulden einzubremsen, der gehört nicht ins Parlament, sondern vor Gericht. Denn auch Politiker werden sich nicht ewig vor den Folgen ihres Handelns drücken können.
