Im rotgrünen Wien sorgt der Winter jedes Mal für eine Überraschung: Wer rechnet schließlich auch damit, dass im Februar nach einer Blizzard-Warnung tatsächlich die weiße Pracht vom Himmel fällt? Entsprechend chaotisch geht´s heute in Wien zu. Schneeräumung bleibt ein Fremdwort. Auf meine entsprechenden Beschwerden kamen von den rotgrünen Parteisoldaten via Twitter und Facebook Kommentare wie “Steig halt auf eines der besten Öffi-Systeme um” oder “Geräumt wird, wenn´s nicht mehr schneit. Sonst zahlt sich´s ja nicht aus”.

Gesagt, getan: Fahren wir wie immer mit den Öffis. Ergebnis: 10er fährt nicht – Weichenprobleme. 33er, 5er und 2er sind blockiert – Weichenprobleme. 35A ist schlicht defekt. Die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Was liest man dazu auf der Homepage der Wiener Linien?

“Besonders Bus- und Straßenbahnlinien sind stark vom Individualverkehr abhängig und etwas langsamer als gewöhnlich unterwegs. Staus, witterungsbedingte Unfälle, hängengebliebene PKW und LKW sorgen teilweise für Verzögerungen und unregelmäßige Intervalle.”

Ganz ehrlich: Für wie blöd hält uns eigentlich die rotgrüne Stadtregierung? Der Individualverkehr ist weder an defekten Weichen noch an defektem Wagenmaterial schuld. Und den Individualverkehr, der heute die U6 am regulären Betrieb gehindert hat, müssen mir die Wiener Linien erst mal zeigen.

Vielleicht werden Schneeräumung und Räum-Mannschaften aber auch schlicht und einfach anders eingesetzt: Denn eines der wenigen umgesetzten Anliegen der Grünen ist die Räumung der Radwege(!). Und die wird dann heute wohl geklappt haben…

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P.S.: Persönliche Anmerkung: Ich geb´s ja zu, ich bin totaler Schneefan und mir macht das Wetter richtig Spaß. Trotzdem muss es erlaubt sein, eine unfähige Stadtregierung zu kritisieren, wenn man trotz Monatskarte den Weg vom Gürtel in die Innenstadt zu Fuß zurücklegen darf.

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