Heute feiern wir also wieder mal den “Equal Pay Day”: Das Gejammere über die angeblich geringeren Löhne der Frauen erreicht wieder einmal einen Höhepunkt. Nun gibt es natürlich keinerlei Berechtigung dafür, dass Frauen für die gleiche Arbeit weniger Lohn bekommen. Nur genau darum geht es am “Equal Pay Day” nicht.

Wie das “Profil” in seiner aktuellen Aufgabe wieder einmal aufdeckt, ist der “Equal Pay Day” nichts anderes als ein statistischer Trick: Es werden nicht gleiche Jobs verglichen, sondern einfach der Durchschnitt der Männergehälter mit dem Durchschnitt der Frauengehälter. Themen wie Arbeitsart, Arbeitsdauer, Arbeitszeit und berufliche Stellung bleiben da draußen. Und so kommt man – wie SPÖ-Frauenministerin Heinisch-Hosek heute im Morgenjournal – leicht auf Lücken von 40 Prozent. Faktisch ist das natürlich Unsinn. Denn wer Äpfel mit Birnen vergleicht, darf sich nicht wundern, wenn er zu unterschiedlichen Ergebnissen kommt.

Natürlich ist es richtig, dass die Einkommen von Frauen und Männern noch nicht ganz gleich sind. Und natürlich ist das nicht OK. Aber schließlich werden Frauen in vielen Gebieten bevorzugt: Bei der “positiven Diskriminierung” (was für ein Unwort), bei verpflichtenden Frauenquoten, bei der Tatsache, dass sie weder Zivil- noch Militärdienst leisten müssen und beim wesentlich niedrigeren Pensionsalter trotz längerer Lebenserwartung.

Ja, natürlich darf das Geschlecht nicht über die Höhe des Gehalts entscheiden. Ja, natürlich ist es das Recht der Frauen, dafür zu kämpfen. Aber wer ein Thema mit derartigen statistischen Tricks hyped, braucht sich nicht wundern, wenn er nicht entsprechend ernst genommen wird.

P.S.: Ja, ich weiß, dass da jetzt Unmengen böse Kommentare kommen werden, wie anti-feministisch, sexistisch und patriarchalisch ich agiere. Aber vielleicht könnten ein paar von Euch mit Fakten antworten – statt mit Emotionen. Also: Was genau ist an meinem Blog-Beitrag falsch?

Equal Schmäh Day