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	<title>Loub 2.0 &#187; Internet</title>
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		<title>oevp.at neu &#8211; ein Philosophie-Wechsel im Internet</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 21:01:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerhard W. Loub</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was steckt hinter der neuen ÖVP-Homepage? Ein exklusiver Blick hinter die Kulissen, auf Strategie und Grundsatzentscheidungen zum "making of".]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Woche ist es jetzt her, dass wir unsere ÖVP-Homepage relauncht haben. Und es war eine stressige Woche,  in der ich nicht viel zum Reflektieren, Nachdenken oder gar Bloggen gekommen bin. Umso mehr möchte ich den heutigen Abend nutzen, um einmal ein bisschen einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren: Warum schaut die ÖVP-Homepage so aus, wie sie ausschaut? Was haben wir uns beim großen Sujet gedacht? Warum ist die Homepage so bilderlastig?</p>
<p><img class="aligncenter" title="Präsentation der ÖVP-Homepage" src="http://doku.oevp.at/common/fotodb/thumbGross/1542009122024414.jpg" alt="" width="400" height="267" /></p>
<p>Zu allererst geht es um die Grundsatzfrage: Wozu überhaupt noch eine Homepage? Zugegeben, eine sehr provokante Frage. Aber holen wir die User nicht eher dort ab, wo sie ohnehin schon sind? In Facebook, FlickR, YouTube oder in Blogs? Ist das Web 1.0 schon so tot, dass es vom Web 2.0 ersetzt worden ist? Eine Frage, die in Hinblick auf potentielle Userzahlen und Verbreitungsmöglichkeiten durchaus ihre Berechtigung hat. Und ich glaube fest daran, dass die Zeit kommen kann, in der herkömmliche Homepages irrelevant geworden sein werden. Derzeit ist es aber so, dass die User sich in den dezentralen Weiten des Web 2.0 verstreuen, dass sie der Informationsflut in unterschiedlichen Medien und Kanälen ausgeliefert sind. Hier agiert die Homepage generell, hier agiert <a href="http://www.oevp.at" target="_blank">www.oevp.at</a> als Wegweiser in die unterschiedlichsten Kommunikationskanäle und natürlich auch ins Web 2.0.  Die ÖVP-Homepage ist also eine zentrale Anlaufstelle &#8211; Informationen, Funktionalitäten und multimediale Elemente sind aber zum Teil bereits ins Web 2.0 ausgelagert &#8211; ganz bewusst.</p>
<p>Eine weitere Besonderheit der neuen ÖVP-Homepage ist die extreme Bildlastigkeit. Sie ist Ausdruck des &#8220;iconic turn&#8221; (wie ich ihn derzeit in meiner Bakk2-Arbeit behandle). Es geht um eine klare Wende zur visuellen Kommunikation. Transportiert wird weniger über lange Texte und Argumentarien des Fernschreiber-Zeitalters, sondern mehr über Bilder, Emotionen und Symbole. Nur die richtige Unterlegung eines Themas mit dem entsprechenden, prägenden Bildmaterial schafft heute noch wirkungsvolle Kommunikation.</p>
<p>Auch in der textlich-inhaltlichen Gestaltung geht die neue ÖVP-Homepage neue Wege. Früher galt es, OTS (Presseaussendungen) mehr oder weniger umgeschrieben entsprechend auf der Homepage zu verwerten. Zu Beginn meiner Arbeit in der Bundespartei ab dem Jahr 2000 versuchte ich mit Christian Dolezal und Hannes König, hier einen neuen Weg zu gehen. Wir haben exklusive Informationen, etwa Exklusiv-Interviews oder Vorabinformationen, auf die Homepage gestellt und via OTS die Homepage als Quelle vermarktet. Diese Strategie hat aus mehreren Gründen nicht den gewünschten Erfolg gebracht. So waren die Interviewpartner etwa nicht immer prominent genug oder die Massen-Medien waren damals noch nicht bereit, das Internet als Primärquelle zu akzeptieren. Natürlich gab es noch eine Reihe anderer Ursachen. Aber alles möchte ich hier auch noch nicht verraten&#8230;</p>
<p>Die neue Methode, an die textliche Gestaltung der Homepage zu gehen, löst sich jetzt los von der simplen OTS-Verwertung. Jede Aussage unserer Politiker, egal in welchen Medien, egal zu welcher Gelegenheit, dient als Quelle. Es folgt keine simple Verwertung mehr, wie sie auf andere Homepages zu finden ist. Denn auf den Homepages aller anderen Parlamentsparteien werden bei aktuellen Stories die OTS nur minimal umgeschrieben als Internet-Artikel wiedergegeben. Wir selbst haben uns zwar von dieser Taktik schon in den letzten Jahren immer weiter entfernt. Das völlige und flächendeckende Neuschreiben von Artikeln im Online-Stil wird aber erst mit der neuen ÖVP-Homepage versucht. Ganz bewusst wollen wir hier nicht das Pflichtprogramm des &#8220;Copy-Paste&#8221; der OTS-Arbeit abspulen, sondern eigene Akzente setzen. Entsprechend selektiv gehen wir auch bei der Themenwahl vor. Es ist ein hochgestecktes Ziel, das wir hier erreichen wollen. Ich bin echt optimistisch, das wir das schaffen, auch wenn das sehr viel Mehrarbeit bedeutet. Ein erstes Resümee können wir aber sicher frühestens nach dem Europa-Wahlkampf ziehen.</p>
<p>Und schließlich sprechen wir mit <a href="http://is.gd/tX5X" target="_blank">unserer &#8220;Creative Commons&#8221; Lizenz</a> etwas aus, was wir uns schon immer gedacht haben. Ja, wir wollen natürlich, das unsere Inhalte weiterverwendet werden. Und ja, selbstverständlich wissen wir, dass wir damit auch kritischen Bloggern das Leben erleichtern, wenn sie Inhalte und Bilder nach Lust und Laune übernehmen können. Aber die ÖVP-Homepage und unsere Web 2.0 Auftritte sollen als Quelle dienen &#8211; und zwar jedem, der sie nutzen will. Natürlich hat <a href="http://twitter.com/Matthias_Cremer" target="_blank">Matthias Cremer</a> recht: Das interessiert nicht jeden. Logo. Aber auf die ÖVP-Homepage geht auch nicht jeder. Und mein Blog liest auch nur der, der das will.</p>
<p>Hohe Ziele, die wir uns mit unserer neuen Homepage gesteckt haben. Ob wir sie erreichen, entscheidet der User. Und wie Ihr das zum momentanen Zeitpunkt seht, postet Ihr hoffentlich hier im Anschluss!</p>

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		<title>www.oevp.at neu &#8211; Das Making of</title>
		<link>http://www.loub.at/2009/04/15/wwwoevpat-neu-das-making-of/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Apr 2009 08:09:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerhard W. Loub</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schon jetzt online: Das Video vom Making of der neuen ÖVP-Homepage. Exklusive Backstage-Einblicke aus der ÖVP-Zentrale. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon jetzt online: Das Video vom Making of der neuen ÖVP-Homepage. Exklusive Backstage-Einblicke aus der ÖVP-Zentrale.</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=a0vc5gO-Ljg&amp;feature=channel_page"></a><object width="425" height="350" data="http://www.youtube.com/v/a0vc5gO-Ljg&amp;feature" type="application/x-shockwave-flash"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/a0vc5gO-Ljg&amp;feature" /></object></p>

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		<title>Danke!!!</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Sep 2008 19:45:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerhard W. Loub</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem ich die letzten beiden Tage mit heftiger Darmgrippe und hohem Fieber im Bett verbracht habe, haben mir meine Mitarbeiter gezeigt, was sie auch allein zu leisten im Stande sind. Hannes, mein alter ego, der das Web 2.0 Team geleitet hat und trotz allem Streß immer neue kreative Ideen gebracht hat. Christian, der das Team [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich die letzten beiden Tage mit heftiger Darmgrippe und hohem Fieber im Bett verbracht habe, haben mir meine Mitarbeiter gezeigt, was sie auch allein zu leisten im Stande sind. Hannes, mein alter ego, der das Web 2.0 Team geleitet hat und trotz allem Streß immer neue kreative Ideen gebracht hat. Christian, der das Team in der Lichtenfelsgasse trotz Monsterstreß mit bemerkenswerte Ruhe und Routine souverän geleitet hat. Jakob, der (wie schon im letzten Beitrag geschrieben) einen absolut irren Rund-um-die-Uhr Fotojob gemacht hat &#8211; mit absolut bemerkenswerten Ergebnissen (mehr unter <a href="http://fotodienst.oevp.at" target="_blank">http://fotodienst.oevp.at</a>). Philipp, unser &#8220;Mister Öröpö&#8221;, der in seinem Fleiß teils nur mit massiven Drohungen vom Arbeiten abzuhalten ist. Martin, der uns schon seit 3 Monaten allem Unbill zum Trotz mit wesenlich längeren Arbeitszeiten als vereinbart verläßlich die Treue hält. Lukas, dessen kreative Ideen und dessen Potential gar nicht genug geschätzt werden kann. Markus, der trotz seiner kurzen Anwesenheit bemerkenswerte Professionalität an den Tag gelegt hat und gerade in den letzten Wochen noch viel Humor in die Wahlkampagne gebracht hat. Enrico, den ich schon zuvor erwähnt hatte und der mit seiner absolut gekonnten Auffassung von Web 2.0 unseren Willi topmodern und topaktuell in allen Facetten des Web 2.0 präsentiert hat. Und last not least unsere Lilo, die sich auch als einzige Frau im Team bravourös durchgesetzt hat und auf Veranstaltungen die &#8220;Seele des Teams&#8221; war. Und last not least unseren Christoph, der uns im September zwar als Schüler sehr gefehlt hat, im August aber schon viel zum Gelingen unserer Aktivitäten beigetragen hat. Und neben unserem tollen Webteam mit Chrisi, Johann, Dieter, Victor, Michi und Hilde (du wirst mir echt abgehen!) großes DANKE noch an unsere Chefin Alex, die &#8211; obwohl sie´s immer von allen Seiten abgekriegt hat &#8211; einen meisterhaften Job abgeliefert hat und überhaupt erst ermöglicht hat, das alles so gut gelaufen ist.</p>
<p>Danke für die gute Zusammenarbeit auch an &#8220;Ermöglicherin&#8221; Michi, unser &#8220;Aufputschmittel&#8221; Roman, Wahl-WG-Chef Karl und Martina und all die vielen anderen, die mir jetzt in der Hektik nicht eingefallen sind (und ihr wißt ja, wie chaotisch mein Namensgedächtnis ist&#8230;).</p>
<p>Damit hoffe ich auf ein tolles Wahlergebnis morgen. Wen ich Euch an´s Herz leg, könnt Ihr Euch eh vorstellen. Dass ein mündiger Blog-Leser dafür jetzt keine Phrasen braucht, setz ich voraus. Der Wahlkampf der letzten Wochen sollte gezeigt haben, wer´s ernst meint&#8230;</p>

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		<title>7(2): Web 2.0 im Wahlkampf: Falsche Propheten und echte Miesmacher</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Sep 2008 22:36:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerhard W. Loub</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Wahlkampf spielt das Web 2.0 eine größere Rolle als je zuvor. Wir haben hier mit einer Nutzung quasi aller Möglichkeiten des Web 2.0 quantitativ klar die Nase vorn &#8211; auch wenn Details eigentlich immer &#8220;Optimierungspotential&#8221; haben (ich bin eigentlich nie ganz zufrieden). Natürlich schießen in einer Wahl auch (teils selbsternannte) Experten aus dem Boden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Wahlkampf spielt das Web 2.0 eine größere Rolle als je zuvor. Wir haben hier mit einer Nutzung quasi aller Möglichkeiten des Web 2.0 quantitativ klar die Nase vorn &#8211; auch wenn Details eigentlich immer &#8220;Optimierungspotential&#8221; haben (ich bin eigentlich nie ganz zufrieden).</p>
<p>Natürlich schießen in einer Wahl auch (teils selbsternannte) Experten aus dem Boden, meinen Journalisten, sie wären die Einzigen, die wüßten, wie´s läuft. Heute komme ich zu zwei Beispielen, die sich eben zugetragen haben:</p>
<h2>1) ebiz-Media</h2>
<p>Die Business-Ausgabe von e-media beurteilt den Web-Wahlkampf der Parteien. Dabei wird berichtet, dass eigentlich alle Parteien ihre Homepages von Agenturen machen lassen, nur dann wären sie professionell. Als Beispiel wird die Homepage der ÖVP angeführt, die von der Agentur von Markus Gull erstellt worden wäre. Blanker Unsinn, der beweist, dass die Redaktuere dort nichts von Recherche halten. Denn Markus Gull hat &#8211; bei allem Respekt &#8211; mit der Erstellung der ÖVP-Homepage überhaupt nichts zu tun gehabt</p>
<h2>2) Der Web 2.0 Wahlkampf und die ersten Gehversuche</h2>
<p>Beispiel 2 ist ein Ö1-Bericht über den Internet-Wahlkampf, in dem den Parteien attestiert wird, beim Wahlkampf im Internet bestenfalls &#8220;erste Gehversuche&#8221; zu unternehmen. Der Beitrag ist weder objektiv (wozu der ORF verpflichtet wäre), noch recherchiert. Da finden sich dann so Schmankerln wie die Beschwerde, dass Videos im Wahlkampf politische Botschaften enthielten, dass Zensur von Kommentaren dem Datenschutzgesetz widersprechen würde oder, dass das Wesen von Twitter Dialog wäre.</p>
<p><a href="http://www.helge.at/2008/09/radio-wortspenden-zum-onlinewahlkampf/" target="_blank">Der &#8220;Kommunikationsexperte&#8221; Helge</a> meint zutreffend, dass wesentliches Merkmal des Web 2.0 der kommunikative Austausch wäre und kritisiert, dass die Kommentarfunktion bei den Web 2.0 Auftritten deaktiviert wäre. Als Beispiel wird im <a href="http://oe1.orf.at/inforadio/96158.html?filter=" target="_blank">Ö1-Bericht</a> der fehlende Austausch von <a href="http://twitter.com/wilhelmmolterer" target="_blank">Willi Molterer auf Twitter</a> genannt. Eine bemerkenswert unseriöse Tatsachenverdrehung &#8211; denn während bei der SPÖ überall die Kommentarfunktion deaktiviert ist, ist sie bei uns überall offen. Auf meine entsprechende Beschwerde hat Helge gekontert, er hätte eh als Beispiel Faymann genannt und Molterers Twittern erst später genannt. Bemerkenswert und aufklärungsbedürftig, dass der ORF hier SPÖ-Kritik beinhart zensiert hat.</p>
<p>Falsche Propheten und echte Miesmacher &#8211; das Web 2.0 wimmelt von ihnen. Zerstören werden sie die positive Entwicklung dennoch nicht.</p>

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		<title>Christoph Chorherr 2.0</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Jul 2008 07:20:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerhard W. Loub</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nicht alles, was der politische Gegner im Wahlkampf macht, ist schlecht. Und so manchen Leser meines Blogs wird überraschen, dass ich jetzt ausgerechnet die Grünen lobe. Doch der von mir persönlich geschätzte Christoph Chorherr hat mir der Aktion, Internet-User Grüne Wahlkampf-Plakate gestalten zu lassen, wieder einmal einen echten Volltreffer gelandet. Denn damit hat Chorherr wesentliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<dl class="wp-caption alignright" style="width: 360px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.gruene.at/topstories/artikel/lesen/32973/"><img title="Grüne Internet-Plakate" src="http://www.gruene.at/uploads/tx_pureimg/pk_choherr_lockl.jpg" alt="PK zu Internet-Plakataktion" width="350" height="237" /></a></dt>
</dl>
<p>Nicht alles, was der politische Gegner im Wahlkampf macht, ist schlecht. Und so manchen Leser meines Blogs wird überraschen, dass ich jetzt ausgerechnet die Grünen lobe. Doch der von mir persönlich geschätzte <a href="http://chorherr.twoday.net/" target="_blank">Christoph Chorherr</a> hat mir der <a href="http://www.gruene.at/topstories/artikel/lesen/32973/" target="_blank">Aktion, Internet-User Grüne Wahlkampf-Plakate gestalten zu lassen</a>, wieder einmal einen echten Volltreffer gelandet. Denn damit hat Chorherr wesentliche Eckpunkte des &#8220;Web 2.0&#8243;, also der Weiterentwicklung des Internet, beherzigt. User werden als Partner verstanden, die selbst Content liefern. Gleichzeitig werden die User dabei ernst genommen &#8211; von ihnen entworfene Plakate werden tatsächlich im Wahlkampf affichiert. Das ist ein in der Politik völlig neuer Zugang (die Werbewirtschaft nutzt ihn schon länger) und sehr vielversprechend. Denn die Grünen signalisieren damit nicht nur Modernität, sie mobilisieren potentielle Wähler ganz massiv (und wie wichtig das gerade in diesem Wahlkampf ist, wissen wir ja alle). Bleibt nur abzuwarten, ob die sonst an PR-Agenturen gezahlten Beträge nun direkt an die kreativen User fließen ;-)</p>
<p>Keine Angst, ich werde jetzt nicht Grün-Wähler und auch die ÖVP wird in diesem Sektor noch einiges bieten. Für mich zeigt Christoph Chorherr hier aber beeindruckend, wie Grüne Politik positiv gestaltet werden kann. Während Pilz, Vassilakou, Glawischnigg &amp; Co. sich mit Skandalisieren, Totalopposition um jeden Preis und linken Phantastereien beschäftigten bringt Christoph Chorherr immer wieder anspruchsvolle, innovative und konstruktive Impulse mit ein. Mit Politikern wie ihm würde Schwarz-Grün durchaus Sinn machen.</p>
<p>Und last not least ein absolut witziger &#8220;Pisa-Test für Erwachsene&#8221; von Christian Ortner in der Presse. Er sieht die Nationalratswahl als Pisa-Test und stellt so die Frage, wie reif die österreichischen Wähler sind:</p>
<blockquote><p>Davon, wie Österreich am 28. September in diesem Pisa-Test für Erwachsene abschneidet, wird immerhin abhängen, wie es uns in den nächsten Jahren gehen wird.</p></blockquote>
<p><span id="more-231"></span>1.Glauben Sie,<br />
a) dass die Höhe zukünftiger Pensionen im Wesentlichen von der Lebenserwartung, der Anzahl der Pensionsbezieher und jener der Beitragszahler abhängt und daher &#8220;automatisch&#8221; errechenbar ist<br />
oder<br />
b) dass die Höhe der Pensionen von den Parteien nach wahltaktischen Gründen festgelegt werden soll, finanziert über höhere Schulden und/oder Steuern für die Enkelgeneration, die sich nicht wehren kann?</p>
<p>2.Glauben Sie, dass über alle wichtigen Bestrebungen, die von einer Mehrheit befürwortet werden wie etwa Todesstrafe für Kinderschänder, Senkung der Mehrwertsteuer auf 0 Prozent oder Einführung eines 15., 16. und 17. Gehaltes für alle,<br />
a) obligatorisch eine Volksabstimmung abgehalten werden soll oder<br />
b) der Nationalrat entscheiden soll?</p>
<p>3.Glauben Sie, dass es Österreichs Interessen eher nutzt, wenn es in der EU tendenziell eine<br />
a) starke, angesehene oder<br />
b) eine schwache, unglaubwürdige Stimme hat?</p>
<p>4.Glauben Sie, dass viele große österreichische Unternehmen wie die Voest und andere Betriebe der ehemaligen &#8220;Verstaatlichten Industrie&#8221; besser funktioniert haben,<br />
a) bevor sie privatisiert worden sind oder<br />
b) nachdem sie privatisiert worden sind?</p>
<p>5.Glauben Sie, dass eine EU, deren Mitglieder rund 30 Prozent ihrer Ausgaben in Sozialleistungen stecken,<br />
a) deshalb den sozialsten Kontinent der Welt oder<br />
b) eine Ausgeburt &#8220;neoliberaler Kälte&#8221; darstellt?</p>
<p>6.Glauben Sie, dass der Staat<br />
a) reiche Eltern subventionieren soll, indem er deren Kinder umsonst studieren lässt, oder<br />
b) diese auch weiterhin Studiengebühren bezahlen sollen, während bedürftige Studenten Stipendien und andere Förderungen bekommen?</p>
<p>7.Glauben Sie, dass künftig eher eine Partei den Kanzler stellen soll, die<br />
a) allen alles verspricht, aber davon wenig bis gar nichts hält, oder<br />
b) die manchmal auch unpopuläre, aber notwendige Erkenntnisse ausspricht, etwa hinsichtlich der Pensionen, der Steuern oder der EU-Verträge?</p>
<p>8.Glauben Sie, dass als Kanzler und Vizekanzler<br />
a) Faymann und Strache oder<br />
b) Molterer und Van der Bellen mehr wirtschaftliche Kompetenz aufzuweisen hätten?</p>
<p>9.Glauben Sie, dass die Richtlinien der Politik eher<br />
a) vom Bundeskanzler oder<br />
b) eher vom Eigentümer der größten Tageszeitung per mündlicher Weisung an den Bundeskanzler festgelegt werden sollen?</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Wilhelm Molterer bei www.oeropa.at</title>
		<link>http://www.loub.at/2008/05/13/wilhelm-molterer-bei-wwwoeropaat/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 May 2008 20:04:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerhard W. Loub</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zu späterer Stunde ist am Europafest am Freitag noch dieses nette Foto entstanden. Willi Molterer hat sich nach dem aktuellen Stand von www.oeropa.at kurz nach der Präsentation erkundigt (neben mir mein Mitarbeiter Christian Köttl), noch ein paar Fragen dazu gestellt und sich noch nach ein paar einzelnen Funktionen erkundigt. Mir gefällt das irgendwie, wie sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://farm4.static.flickr.com/3065/2479130790_27a28d0fff.jpg" alt="" width="500" height="332" /></p>
<p>Zu späterer Stunde ist am Europafest am Freitag noch dieses nette Foto entstanden. Willi Molterer hat sich nach dem aktuellen Stand von <a href="http://www.oeropa.at" target="_blank">www.oeropa.at</a> kurz nach der Präsentation erkundigt (neben mir mein Mitarbeiter Christian Köttl), noch ein paar Fragen dazu gestellt und sich noch nach ein paar einzelnen Funktionen erkundigt. Mir gefällt das irgendwie, wie sich unser aller Chef persönlich für die Internet-Projekte interessiert und selber Sachen ausprobiert. Das war nicht immer selbstverständlich, dass selbst die wichtigeren Politiker selbst im Internet aktiv unterwegs sind. Und das ist sicher auch ein Verdienst von <a href="http://mojzis.oevp.at" target="_blank">Michi</a>, die bei jeder Gelegenheit in den obersten Etagen unserer Partei aktiv für die neuesten Internet-Entwicklungen wirbt. Und &#8211; wie man sieht &#8211; trägt´s auch Früchte&#8230;</p>
<p>P.S.: Wer sich ganz virtuell mit Willi Molterer auf <a href="http://www.oeropa.at" target="_blank">www.oeropa.at</a> anfreunden will: Einfach registrieren und beim <a href="http://www.oeropa.at/index.php?id=searchusers&amp;no_cache=1&amp;tx_eumania_pi1[do]=search" target="_blank">User Willi Molterer</a> auf &#8220;Als Freund hinzufügen&#8221; klicken&#8230;</p>

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		<title>Web 2.0: Paradigmen-Wechsel im Medienbereich</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Feb 2008 20:22:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerhard W. Loub</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist eine Revolution, die eine Studie der Universität Graz und des Consultingunternehmens Mindtake nun festgestellt hat: Erstmals ist das Internet glaubwürdiger als Offline-Medien. Das widerspricht allen wissenschaftlichen Untersuchungen &#38; Thesen, die es bis jetzt zur Medienlandschaft in Österreich gegeben hat. Im Rahmen meiner Bakk1-Arbeit &#8220;Sind Blogger Journalisten?&#8221; (die übrigens bis Freitag fertig sein muss) habe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist eine Revolution, die eine Studie der Universität Graz und des Consultingunternehmens Mindtake nun festgestellt hat: Erstmals ist das Internet glaubwürdiger als Offline-Medien. Das widerspricht allen wissenschaftlichen Untersuchungen &amp; Thesen, die es bis jetzt zur Medienlandschaft in Österreich gegeben hat.</strong></p>
<p><img border="0" align="right" width="279" src="http://bp1.blogger.com/_cHhNZKlMtLk/RrsUE83RwxI/AAAAAAAAAxM/4alcMA--gNk/s320/web2logos_1.jpg" height="320" />Im Rahmen meiner Bakk1-Arbeit &#8220;<a href="http://www.loub.at/?p=104">Sind Blogger Journalisten?</a>&#8221; (die übrigens bis Freitag fertig sein muss) habe ich zuerst die (meiner Meinung nach weit fortgeschrittenere) US-Bloggerszene untersucht. Dort agieren manche A-Blogger schon sehr &#8220;journalistisch&#8221;: Sie recherchieren selbst, wenden Ethik-Kriterien an, erzeugen originären Micro-Content u.v.a. Dort haben die Blogger auch schon eine große Bedeutung &#8211; denn die Glaubwürdigkeit der Offline-Medien ist (durch Abhängigkeit von Wirtschaft und Politik) massiv eingebrochen. Der Glaubwürdigkeitstransfer erfolgte zu den Online-Medien und hier (nach derzeitigem Untersuchungsstand) zu den Bloggern. Damit ist es dort zu einem teilweisen Ersatz bzw. zu einer Ergänzung der herkömmlichen journalistischen Szene durch Blogger gekommen.</p>
<p>In Österreich ist die Bloggerszene (Blogosphäre, auch wenn ich noch nicht davon sprechen würde) stark unterentwickelt. Blogger agieren weniger journalistisch als Vorbilder aus dem angloamerikanischen Raum, haben kaum Leser und werden auch noch nicht sehr ernst genommen. Als &#8220;glaubwürdig&#8221; gilt &#8211; nach geltender Lehre &#8211; in erster Linie, was offline ist. Mit der oben erwähnten Studie scheint die geltende Lehrer überholt. Der drastische Glaubwürdigkeitseinbruch bei Offline-Medien könnte zu einem Transfer zu Online-Medien und Bloggern führen. Dadurch würden wir die US-Entwicklung einer stärkeren Bedeutung der Blogs mit rund 3 bis 4 Jahren Verspätung nun auch beginnen. Hier stehe ich mit meinen Untersuchungen noch ganz am Anfang.</p>
<p>Wie genau sieht nun dieser Glaubwürdigkeitstransfer aus? Ich hab mir die Studie schicken lassen (von Autorin Elke Gruber, vielen Dank!) und mir die Detailzahlen angeschaut. Absolut bemerkenswert: Bei der Glaubwürdigkeit führt Internet vor allen Medien außer Tageszeitungen. Bei der Glaubwürdigkeit bei Sport und Produkten führt Internet auch vor Tageszeitungen, bei Produkten sogar mit 74% (Zeitschrift 14%, Zeitung 10%, Radio 2%). Auf Details werde ich in meiner Arbeit genauer eingehen.</p>
<p>Auf jeden Fall ist damit in Österreich ein Paradigmenwechsel eingetreten, dessen Ursachen und Folgen noch gar nicht abschätzbar sind.</p>
<p>Zweiter Punkt der Studie ist die Bekanntheit von Web 2.0: 52% der User können mit dem Begriff selbst nichts anfangen, nutzen aber durchaus &#8220;Web 2.0&#8243;-Anwendungen. Hier zeigt sich, wie fließend der Übergang zwischen &#8220;Web 1.0&#8243; und &#8220;Web 2.0&#8243; ist und wie bedeutungslos der Marketingbegriff &#8220;Web 2.0&#8243; ist. Die Tatsache, dass die Autoren der Studie völlig unzutreffend www.geizhals.at dem &#8220;Web 2.0&#8243; zurechnen zeigt, wie wenig der Begriff selbst in Fachkreisen verstanden wird.</p>
<p>Mein persönliches, vorläufiges Resümee: Der Paradigmenwechsel im Web steht erst am Anfang. Wir müssen uns noch auf einige Umwälzungen gefaßt machen. All das mit einem Modebegriff wie &#8220;Web 2.0&#8243; abschließend zu charakterisieren, reicht bei weitem nicht aus. Aber das &#8220;Web 2.0&#8243; hat wenigstens die Aufmerksamkeit vieler Meinungsmacher auf die grundlegenden Änderungen beim Umgang mit dem Web gelenkt.</p>
<p><strong>Link:</strong> <a target="_blank" href="http://diepresse.com/home/techscience/internet/356748/index.do">Bericht auf diepresse.com »</a></p>

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		<title>Web 2.0: Trend oder Blase?</title>
		<link>http://www.loub.at/2008/01/16/web-20-trend-oder-blase/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Jan 2008 23:50:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerhard W. Loub</dc:creator>
				<category><![CDATA[Publizistik]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Berners-Lee]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[O´Reilly]]></category>
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		<description><![CDATA[Nachfolgenden Artikel habe ich für unsere AT MUME (Multimedia Übung Publizistik) geschrieben, sind vielleicht ein paar interessante Aspekte dabei&#8230; Exakt 26,4 Millionen Einträge findet Google, wenn der Begriff &#8220;Web 2.0&#8243; eingegeben wird. Sucht man allerdings nach einer brauchbaren Definition, so stößt man rasch an seine Grenzen. Denn &#8220;Web 2.0&#8243; Anwendungen wie Blogs, Wikipedia, FlickR, Youtube [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Nachfolgenden Artikel habe ich für unsere AT MUME (Multimedia Übung Publizistik) geschrieben, sind vielleicht ein paar interessante Aspekte dabei&#8230;</em></p>
<p>Exakt 26,4 Millionen Einträge findet Google, wenn der Begriff &#8220;Web 2.0&#8243; eingegeben wird. Sucht man allerdings nach einer brauchbaren Definition, so stößt man rasch an seine Grenzen. Denn &#8220;Web 2.0&#8243; Anwendungen wie Blogs, Wikipedia, FlickR, Youtube oder Myspace sind zwar in aller Munde, eine einheitliche Definition oder ein klares Erfolgsrezept läßt sich aber nicht erkennen.</p>
<h3>Web 2.0 &#8220;Erfinder&#8221; Tim O´Reilly</h3>
<p><img src="http://farm3.static.flickr.com/2286/1885789019_17d41b890b.jpg?v=0" height="390" width="500" /></p>
<p><em>Im Gespräch mit Tim O´Reilly </em></p>
<p>Tim O´Reilly gilt in der Szene als &#8220;Erfinder&#8221; des Web 2.0. Eine Legende, die der Verlagsgründer nur zu gerne nährt und die mittlerweile einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren seines Verlags ist. Die wichtigsten Bestseller des Verlags drehen sich um das Thema &#8220;Web 2.0&#8243;. Von &#8220;Web 2.0 Patterns&#8221; über &#8220;Podcasting Hacks&#8221; bis zu &#8220;Essential Blogging&#8221; deckt der O´Reilly-Verlag alle Formen des Web 2.0 ab. Höhepunkt des ökonomischen Hypes ist zweifelsohne der &#8220;Web 2.0&#8243; Report, der schon einmal um 375$ als Download-PDF angeboten wird.</p>
<h3>Was ist &#8220;Web 2.0&#8243;?</h3>
<p>Dabei ist Tim O´Reilly keineswegs der Erfinder des Begriffs. Vielmehr waren es Dale Dougherty (Angestellter des O´Reilly Verlags) und Craig Line (von MediaLive), die bei der Planung einer Konferenz im Oktober 2004 den Begriff erfunden haben. Tim O´Reilly seinerseits hat sich dann das Recht herausgenommen, den Begriff zu definieren. Wesentliche Punkte dabei sind, dass an die Stelle stationär eingerichteter Software Webservices treten, Webanwendungen attraktiver werden, je mehr Menschen sich daran beteiligen, User als Co-Entwickler akzeptiert werden, der &#8220;Long Tail Effekt&#8221; (also das &#8220;Beliefern&#8221; auch kleinster Nischenmärkte) genutzt wird und Business-Modelle und User-Interfaces stark vereinfacht werden, die &#8220;kollektive Intelligenz&#8221; genutzt wird und das Internet demokratischer wird.<br />
Ein Blick in die Praxis zeigt, dass diese Definitionen bereits ersten Stichproben nicht standhalten. Wikipedia ist trotz des Autorenkollektivs weit von Demokratie entfernt, wie der ehemalige Wikipedia-Aktivist Günter Schuler kritisiert. Denn bei Wikipedia entscheiden nicht die User darüber, welcher Beitrag in welcher Form online steht, sondern Administratoren, die weder demokratisch legitimiert sind noch nach nachvollziehbaren Regeln agieren. User können bei Social Networks wie Myspace oder StudiVZ keineswegs als Co-Entwickler agieren. Und die &#8220;kollektive Intelligenz&#8221; wird von zahlreichen Experten überhaupt in Abrede gestellt.</p>
<p><img src="http://www.webthreads.de/article-data/uploads/2006/04/web20map_de.png" height="346" width="520" /></p>
<p><em>&#8220;Web 2.0&#8243; Tagcloud nach Angermeier</em><br />
Tim Berners-Lee, tatsächlicher Erfinder des WWW, hält seinerseits überhaupt nichts vom Begriff &#8220;Web 2.0&#8243; und bezeichnet ihn als &#8220;Geschwafel, von dem keiner auch nur weiß, was es bedeuten soll&#8221;. Denn all das, was heute unter dem Begriff &#8220;Web 2.0&#8243; definiert wird, ist nach Meinung vom Tim Berners-Lee ohnehin von Anfang an Teil der Definition des Web gewesen.</p>
<h3>Internet-Nutzung steigt</h3>
<p>Eines aber ist klar: Die Internet-Nutzung ist in den letzten Jahren weiter gestiegen. Und es sind vor allem Inhalte des &#8220;Web 2.0&#8243;, die zu diesem Trend beitragen. So hat sich laut ARD-ZDF-Onlinestudie 2007 die Videonutzung von 2006 bis 2007 verdoppelt, die wichtigste Video-Plattform YouTube verursacht mittlerweile zehn Prozent des weltweiten Internet-Transfers. Die Userzahlen, die etwa in Österreich zwischen 2004 und 2005 laut Austrian Internet Monitor stagniert haben, sind mit dem Auftreten der ersten &#8220;Web 2.0&#8243;-Anwendungen und mit dem Ausbau der Breitband-Anschlüsse in den Folgejahren wieder gestiegen. Dieser Effekt war in den USA, wo sich &#8220;Web 2.0&#8243; Anwendungen schon früher durchgesetzt haben, bereits früher zu merken. 2003 bis 2004 stieg die Internet-Nutzung sprunghaft von 59,2 Prozent auf 68,8 Prozent.</p>
<h3>Web 2.0: Hype am Ende?</h3>
<p>Doch noch ehe der Hype sich bis ins letzte Wohnzimmer durchgesetzt hat, könnte es mit &#8220;Web 2.0&#8243; schon wieder vorbei sein. Zumindest meint das Tim O´Reilly auf der &#8220;Web 2.0&#8243; Konferenz im November 2007 in Berlin: &#8220;Wenn der Hype aufhört, beginnt die Realität&#8221;. Er sieht das als durchaus positiv, denn mit dem Übergang zum Realismus könnten nun Geschäftsmodelle leichter Fuß fassen. Und damit reduziert er den Begriff &#8220;Web 2.0&#8243; auf das, was er &#8211; zumindest aus seiner Sicht &#8211; von Anfang an war: ein Marketing-Begriff für einen Trend, der nun auf seine realistischen Ausmaße zurechtgestutzt werden wird.</p>
<h3>Links</h3>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Web_2.0">Web 2.0 auf Wikipedia</a><br />
<a href="http://www.oreilly.de/">Verlag O´Reilly</a><br />
<a href="http://berlin.web2expo.com/">Web 2.0 Expo Berlin</a></p>

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		<title>Die Grünen sind alt geworden</title>
		<link>http://www.loub.at/2007/11/27/die-grunen-sind-alt-geworden/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Nov 2007 15:46:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gerhard W. Loub</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeskongress]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Jetzt gibt es kein Herumdeuteln mehr: die Grünen sind alt geworden.&#8221; Nein, das ist keine böse Attacke von mir, kein Untergriff des politischen Gegners das ist ein offizielles Statement von der Grünen Homepage, das ich dem Blog-Portal entnommen habe. Dieser kurze Satz trifft das ganze aktuelle Dilemma der Grünen perfekt. Und das finde ich irgendwie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://farm3.static.flickr.com/2332/2069076340_c903dbc217_m.jpg" alt="Screenshot von www.gruene.at" align="right" height="190" width="240" /><strong><em>&#8220;Jetzt gibt es kein Herumdeuteln mehr: die Grünen sind alt geworden.&#8221; </em></strong>Nein, das ist keine böse Attacke von mir, kein Untergriff des politischen Gegners das ist ein <a href="http://www.gruene.at/blog_portal/" target="_blank">offizielles Statement von der Grünen Homepage</a>,  das ich dem Blog-Portal entnommen habe. Dieser kurze Satz trifft das ganze aktuelle Dilemma der Grünen perfekt. Und das finde ich irgendwie schade.</p>
<p>Ich sag´s ganz ehrlich: In den Anfängen meiner politischen Tätigkeit waren die Grünen für mich in vieler Hinsicht ein Vorbild. Konkret waren es 3 Punkte, die damals, Ende der 90er Jahre, für mich absolut beispielhaft waren.</p>
<p><strong>Grüne Vorbilder</strong></p>
<p>Die Grünen als</p>
<ol>
<li>DIE Internetpartei</li>
<li>DIE Basisdemokratie</li>
<li>DIE Jugendpartei</li>
</ol>
<p><strong>Ex-Internet-Partei</strong><br />
Die Grünen waren Ende der 90er-Jahre DIE Internetpartei. Egal, was es an Neuen Medien gab &#8211; die Grünen waren als Erste dabei: Egal, ob das <a href="http://www.peterpilz.at/html/index.php?seiten=tageb.php" target="_blank">Weblog von Peter Pilz</a> (ja, sowas gab es damals eigentlich noch gar nicht), der Auftritt in der Community der <a href="http://www.blackbox.net" target="_blank">Blackbox</a>, wo noch vor den Zeiten des WWW bereits im Internet diskutiert wurde oder die perfekte Integration und Kollaboration mit den diversen neuen Gruppierungen (oder heute Communities) im Internet. Da waren die Grünen für mich von Anfang an ein Vorbild, da wollte ich einmal mit der ÖVP hin. Und da stehen wir heute auch: Egal, ob Kooperation mit Bloggern, Auftritt in SecondLife, perfekter Integration des Web2.0: Heute sind wir von der ÖVP DIE Internetpartei.</p>
<p>Die Grünen haben uns das Feld (im Unterschied zu anderen Parteien) aber auch kampflos überlassen. Das einzig Innovative auf der Grünen Homepage ist die <a href="http://www.gruene.at/blog_portal/" target="_blank">Blog-Integration</a>, die letzten Multimedia-Aktivitäten stammen aus dem letzten Wahlkampf und vom Web 2.0 ist man noch meilenweit entfernt. Die Stories sind in schlechtem Presseaussendungsstil gehalten &#8211; und der grüne Bundeskongress ist überhaupt nicht auf der Homepage zu finden (Pressearbeit gab´s übrigens auch überhaupt nicht). Schade!</p>
<p><strong>Ex-basisdemokratische Partei</strong></p>
<p>Bei der Basisdemokratie habe ich die Grünen immer schon bewundert. Denn während bei uns (früher) Themen auf oberster Ebene entschieden wurden und die Basis nur zum Flugzettelverteilen und Verteidigen der Positionen der obersten Ebene da war, entschied die grüne Basis, wohin der Weg der Grünen gehen sollte. Zugegeben, auch heute ist die ÖVP nicht DIE basisdemokratischste Partei. Mit dem <a href="http://www.perspektiven2010.at">Perspektivenprozess</a> haben wir aber einiges vorgelegt, da haben alle mitdiskutieren und mitgestalten können, auch, wenn sich bei weitem nicht alles im Endbericht wiedergefunden hat. Aber es war eine Diskussion ohne Scheuklappen und Diskussionsverbote, bei dem natürlich auch Widerspruch erlaubt war.</p>
<p>Die Grünen sind davon meilenweit entfernt. Der einzige verbliebene Parteikritiker <a href="http://www.diepresse.com/home/politik/innenpolitik/345518/index.do" target="_blank">Voggenhuber muss sogar vor dem Rausschmiss bewahrt werden</a>. Am Grünen Bundeskongress wird mal ein bisschen Dampf abgelassen &#8211; aber ohne jeden Effekt auf Politik, Grundsätze, Richtung und Personalentscheidungen.</p>
<p><strong>Brutalo-Angriffe statt Sachpolitik mit Relevanz</strong></p>
<p>Man ist brav geworden und lenkt vom eigenen Dilemma der mangelnden Relevanz mit hasserfüllten Angriffen auf den politischen Gegnern und klassenkämpferischen Parolen ab, wie etwa Peter Pilz in seinem <a href="http://www.peterpilz.at/perm/2007_11_26/" target="_blank">Weblog</a>:</p>
<blockquote><p><em><small>Die Grünen müssen der Gegenpol zur ÖVP sein. Dazu braucht es Feuer, wie bei Bleiberecht und Eurofighter. Feuer in der Klimapolitik, in der wir eine Regierung von Schwindlern und Versagern in die Ecke treiben müssen. Feuer in der Verteilungspolitik, in der wir die großen Vermögen und ihre politischen Schutzparteien angreifen müssen.</small></em></p></blockquote>
<p><strong>Senioren- statt Jugendpartei</strong></p>
<p>Die Grünen sind alt geworden. Marie Ringler schreibt in ihrem <a href="http://mariegoessmscam.twoday.net/stories/4479168/" target="_blank">Weblog</a>:</p>
<blockquote><p><em><small>Jetzt gibt es kein Herumdeuteln mehr: die Grünen sind alt geworden. Gestern am Bundeskongress in Salzburg hat eine große Mehrheit der Delegierten unseren &#8211; breit getragenen &#8211; Antrag für Jugendförderung bei den Grünen abgelehnt. Dabei war der Antrag brav und zahm und nett: mehr als ein Aktionsnetzwerk für Junge unter 30 Jahren die an Projekten bundesländerübergreifend arbeiten war`s eh nicht. Nicht mal das haben sie uns zugestanden. Ich bin ehrlich gesagt ziemlich schockiert. Das habe ich mir nicht gedacht.</small></em></p></blockquote>
<p>Das beschreibt das Dilemma der Grünen perfekt. Sie sind eine alte Partei geworden, in der pragmatisierte Funktionsträger ihre Pfründe vertreten, ihre Mandate und Funktionen mit Zähnen und Klauen gegen die Jugend verteidigen. So, wie der von mir ansonsten hoch geschätzte Alexander van der Bellen an der Parteispitze in Würde ergraut ist, so ist die ganze Partei alt und grau geworden.</p>

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