Manchmal ist „Heute“ lesen eine echte Unterhaltung. Bestes Beispiel am gestrigen Donnerstag: Unter dem Titel „Herr Meinl, wir lassen uns von Ihrem Banker nicht einschüchtern!“ tönt es dort, wie unabhängig und wie wenig käuflich die Redaktion des Gratis-Blatts ist.
Inserate: Gekaufte Berichterstattung?

Das gilt mit Sicherheit auch für den Artikel einige Seiten später, in dem die Wiener bei einer – selbstverständlich total repräsentativen – Umfrage sagen dürfen, wie toll sie die rot-grüne Wiener Öffi-Tarif-Reform finden. Das gilt für das – selbstverständlich völlig ungestellte – Bild mit den „sister act fans“ ebenso wie für den Titel „U-Bahn wird billiger, deshalb steigen wir um!“
Inserate: Gekaufte Berichterstattung?

Und das hat selbstverständlich nichts, aber auch gar nichts, mit dem doppelseitigen Inserat des rot-grünen Wien ein paar weitere Seiten hinten zu tun.
Inserate: Gekaufte Berichterstattung?

Nein, „Heute“, dessen Eigentümer zwischen Muthgasse und Löwelstraße völlig unbekannt sind, ist ebenso unabhängig wie die „Krone“ und „Österreich“, die sich ebenso wie „Heute“ mehr durch politische Werbung als durch „Wirtschaftswerbung“ finanzieren. Und da spielt es auch keine Rolle, dass heute drei Mal so viel Inserate aus der Politik wie aus der Wirtschaft erhält. Heute-Berichterstattung ist nicht käuflich. Echt nicht.
Inserate: Gekaufte Berichterstattung?

2 Kommentare zu „Nicht gekauft. Echt nicht. #heute #journalismus #sarkasmus

  1. Ich lese das Schmierblattl sowieso nicht. Was mich aber darüberhinaus so ärgert, ist diese Verschmutzung der U-Bahnen mit diesen Gratisheftln. Der ganze Zug ist voll davon. Alles liegt herum und ausschauen tut’s wie in einem heruntergekommenen „Ostblockzug“. Ach ja, ich vergaß, wir sind ja im „Ostblock“.

Und Deine Meinung?