Roland Dürngers „Wutbürger-Rede“ kursiert auf Facebook – und viele fühlen sich verstanden. Gut, der Schluss mit den „standing ‚Wut‘-ovations“ ist vielleicht überinszeniert, aber Düringer trifft das Problem auf den Punkt.

Die Menschen fühlen sich nach Strich und Faden verarscht, haben einfach genug von der Politik, von immer neuen Belastungen, von immer neuen Steuern und Abgaben, von Bürokratie und Reformstau. Aber ganz ehrlich: Was bringt´s? Wenn jeder nur zu Hause hockt, wenn wir in Österreich acht Millionen Bundeskanzler und Finanzminister haben, wird sich genau gar nichts ändern. Wer etwas ändern will, muss auch etwas dafür tun.

Da bringen  irgendwelche Strohfeuer wie die rasch verpuffte „Occupy“-Bewegung überhaupt nichts. Und wenn jeder beim Anderen sparen will, wird am Schluss nirgends gespart werden.

Wer an der aktuellen Politik etwas ändern will, der soll das auch tun. Niemand wird daran gehindert, selbst in die Politik zu gehen. Wer konkrete Vorschläge hat, kann sie überall und jederzeit einbringen. Und wenn er genug Unterstützer dafür findet, werden sie auch umgesetzt werden.

Wer etwas ändern will, soll sich endlich wenigstens die zwei Meter vom Sofa zum Computer bewegen und mit konkreten Ideen, Vorschlägen und Aktionen selbst etwas unternehmen. Und wer dauerhaft etwas ändern will, kann jederzeit in die Politik gehen. Noch leben wir in einer Demokratie. Noch hat jeder die Chance, mit zu gestalten. Wütend sein allein reicht nicht.
Zorn

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