Die Welt hat den Atem angehalten. Es ist die wohl schlimmste Krise seit dem 2. Weltkrieg – zumindest bei uns in Österreich.

Beispiellose Krise

Die meisten von uns können sich an keine derart schlimme Lage erinnern. Das erste Mal erfahren wir, dass unser Leben so, wie wir es führen, nicht selbstverständlich ist. Wir können nicht mehr gehen, wohin wir wollen, niemanden treffen, keine Veranstaltungen besuchen, ja nicht einmal mehr ins Kaffeehaus gehen (und das schmerzt mich als Wiener besonders!). Wir haben die schlimmste Arbeitslosigkeit der 2. Republik, die ärgste Wirtschaftskrise. Manche Waren, medizinischen Produkte und Medikamente gibt es einfach nicht mehr – oder nur vereinzelt zu Wucherpreisen am virtuellen Schwarzmarkt. Es ist wie im Krieg: US-Präsident Donald Trump bemüht sogar eine Art „kriegswirtschaftliches Ermächtigungsgesetz“, um GM zur Produktion von Beatmungsgeräten zu zwingen.

Dazu unsagbares Leid, das über die TV-Bildschirme flimmert: In Ländern wie in Italien ein Gesundheitssystem wie am Schlachtfeld eines Weltkriegs: Triage. Nur, wer eine  gute Chance hat, zu überleben, wird behandelt. Der Rest wird in den Tod begleitet.

Keine einfache Zeit

Auch für mich persönlich ist das keine einfache Zeit. Nach dem Lungeninfarkt harrt der Nierentumor seiner Entfernung – und ob´s Krebs ist weiß ich erst danach. Das ist etwas, was leicht das ganze Denken dominiert. Davon lässt man sich leicht hinunterziehen – und auch mir ist´s eine Zeit lang ziemlich bescheiden gegangen.

Gedanklichen Teufelskreis durchbrechen

Aus dieser Lage hat mir Dr. Marcus Franz geholfen, der mir auf Twitter angeboten hat, für ein medizinisches Gespräch mit Untersuchung zur Verfügung zu stehen. Nach sorgfältigen Untersuchungen und einem sehr, sehr einfühlsamen Gespräch weiß ich jetzt: Meine Lunge wird ganz wiederhergestellt, die Lungenfunktion ist jetzt schon ziemlich gut. Und was mir Marcus Franz am Ultraschall gezeigt hat spricht auch eher gegen Krebs. Kein Grund also, nicht optimistisch in die Zukunft zu sehen.

Freilich sieht nicht jeder Arzt meine Lage ganz optimistisch, andere vermuten eher Krebs. Es gibt also keinen Grund, die rosarote Brille aufzusetzen und so zu tun, als wäre nichts. Der Tumor muss raus, und wenn ich viel Pech habe und es Krebs ist vielleicht sogar die ganze Niere. Aber Gottseidank habe ich ja zwei davon.

Hoffnung

Trotzdem ist die Situation seit dem Besuch von Marcus Franz ganz anders. Warum das? Jetzt steht die Hoffnung im Vordergrund, es gibt viel Positives. Die Chance, dass es Krebs ist, ist zumindest nicht so hoch, wie gedacht. Und selbst wenn es Krebs ist, ist das Problem wohl relativ leicht lösbar.

Von nun an steht der Optimismus im Vordergrund. Die Gedanken kreisen nicht mehr ständig um „Ich habe Krebs“, „Ich werde sterben.“ Sie kreisen um die Zeit danach. Was lern ich aus der ganzen Sache? Was lern ich daraus, dass es diese Etappe gibt, in der auf einmal alles andere unwichtig wird?

Come back stronger

Wenn ich all das hinter mir habe (Lungeninfarkt, Herzrhytmusstörungen, Nierentumor und Bandscheibenvorfall (ungefährlich, aber verdammt schmerzhaft)), werde ich mein Leben endlich wieder so richtig zu schätzen wissen. Ich werde stärker, fokussierter und voll auf die Lebensfreude konzentriert durchstarten. „Come back stronger“ ist jetzt mein Motto. Gestorben wird an einem anderen Tag.

Das klingt ein bisschen sehr schmalzig? Ein bisschen aufgesetzt? Mag sein. Aber es hilft. Zu einer guten Heilung tragen positive Gedanken bei, hilft sogar Autosuggestion. Und all das trägt dazu bei, dass es mir einfach in jeder Hinsicht besser geht.

Coronakrise: Teufelskreis negativer Gedanken

Warum ich das nun mit der Coronakrise in Verbindung bringe? Bei vielen von uns ist die Stimmung derzeit alles andere als heiter. Auch wenn man nicht persönlich betroffen ist, Gesundheit oder Job verliert, so macht einen die Situation doch ziemlich fertig. Trotzdem müssen wir durchhalten. Trotzdem braucht es Zwang. Denn offensichtlich reicht die viel gerühmte „Weisheit der Massen“, die „crowd intelligence“, in der Krise nicht weiter als zu Klopapier und Nicht-Vollkorn-Spaghetti. Und da müssen wir jetzt durch.

Ich habe zu Beginn der Krise – wie eigentlich immer – alle Nachrichten förmlich verschlungen, zwischen ORF-Sondersendungen, Puls24 und Servus TV gezappt. Nichts als Horrornachrichten. Gut, um den Menschen den Ernst der Lage vor Augen zu führen. Aber irgendwann ist´s einfach zu viel. Tilt.

Auf Positives konzentrieren

Mein Bruder hat mir geraten, auch was anderes zu schauen, Nachrichten auf wenige Zeitpunkte konzentriert, aber nicht ständig zu schauen. Dafür einfach mal zu streamen, was mir Spaß macht.

Natürlich haben wir uns die „Zombie-Apokalypse“ anders vorgestellt. Niemand hätte als Couch-Potatoe ohne Sozialkontakte die Welt gerettet. Doch heute ist das anders. Wenn wir all jenen die Arbeit erleichtern wollen, die sich jetzt für uns aufopfern, haben wir die verdammte Pflicht und Schuldigkeit, zuhause zu bleiben.

Wichtig dabei ist es, nicht die Nerven zu verlieren. Nicht in einen Abwärtsstrudel negativer Gedanken zu kommen. Konzentrieren wir uns auf die Hoffnung: Wir haben ein tolles Gesundheitssystem, viele Menschen, die sich jetzt für uns aufopfern und eine Regierung, deren Krisenmanagement beispielhaft für Europa ist. Konzentrieren wir uns also auf Meldungen, die Hoffnung machen, den Rückgang der Neuinfizierten, die Forschung an Medikamenten und Impfungen, die Heilung ältester Patienten. Es werden bessere Zeiten kommen. Freuen wir uns auf sie! Spielen wir sie in Gedanken durch! Planen wir, was wir mit der zurückgewonnenen Freiheit anfangen werden.

Die Welt nach Corona

Ich möchte Euch an dieser Stelle einen Text von Zukunftsforscher Matthias Horx ans Herz legen. Zugegeben: Bei technischen Disruptionen wie Internet und Social Media ist er zwar daneben gelegen. Aber er hat unter dem Titel „Die Welt nach Corona“ (https://www.horx.com/48-die-welt-nach-corona/) einen wunderbaren Beitrag verfasst, der viel Hoffnung, Optimismus und Freude bringt. Mir ist schon klar, dass er mit vielen Prognosen nicht richtig liegen wird. Aber er gibt uns genau die Hoffnung, die wir jetzt so dringend brauchen! Konzentrieren wir uns auf eine positive Zukunft! Lassen wir uns nicht unterkriegen! Packen wir´s dann gemeinsam an!

3 Kommentare zu „Hoffnung #Corona #Tumor

  1. Lieber Gerhard-ich bin bei Dir. Nach einer Prostataradikaloperation und Folgen-sieht amn alle ganz glasklar! Aber die Losung lautet „Das Duchhalten aushalten!“ Wen ich Dir irgendwo unterstützen kann, lass es mir wissen! Dein JPP

    1. Lieber Gerhard, was dich betrifft sollte man sich selbst fragen, warum habe ich diese Krankheiten bekommen? Jedes Organ gibt dir ein Signal . .!!!! TCM wäre eine Hilfe dabei!!!

Und Deine Meinung?