Gerhard W. Loub

Einfach so was von 2.0 ;-)
  • .: Willkommen! :.

    Politik und Web 2.0 - das sind die Hauptthemen, mit denen ich mich in diesem Blog beschäftige. Dazu gibt´s noch persönliche Infos, Materialien und Weiterführendes zum Publizistik-Studium. Und last not least freue ich mich auf viele spannende Diskussionen!
    P.S.: Gute Nachrichten: Die Publizistik-Seite geht wieder!
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    #vcvie10 Streaming von der anderen Seite betrachtet...fuehlt sich grad von so viel Technik bei aller Spannung etwas ueberfordert #vcvie10 #streaming #cloudcomputingDa bin ich schon gespannt: HD Podcasts mit SLR-Kameras mit @datenschmutz #vcvie10Die laengste Schlange am #vcvie10 #buffetWorkshop- Einteilung #videocampFruehstueck mit Hannes und Michi am #videocamp
  • Volksbefragung im Nazi-Stil

    Posted By Gerhard W. Loub on 1. Februar 2010

    Mit Vergleichen mit dem Nationalsozialismus muss man vorsichtig sein, um nicht die Methoden, die Brutalität und die Einmaligkeit der Verbrechen in Frage zu stellen. Und so würde ich nie ein demokratisches Land mit dem nationalsozialistischen Regime vergleichen. Die Stadt Wien schafft jedoch in Union mit der absolut regierenden SPÖ immer neue Formen der Bevormundung, wobei sie sich Methoden bedient, die dem Vergleich mit den nationalsozialistischen Anfängen durchaus standhalten.

    Jüngstes Beispiel ist die Volksbefragung, die von der Form her klar mit der Anschlussbefragung der Nationalsozialisten zu vergleichen ist, wie etwa Helge in seinem Blog ganz ähnlich konstatiert. Während Hitler allerdings auf dem Stimmzettel auf jede weitere Begründung verzichtete und schlicht das “Ja” größer drucken ließ, geht es die SPÖ etwas diffiziler an. Um den Buchstaben des Gesetzes zu genügen, wird auf unterschiedliche Größen der anzukreuzenden Optionen verzichtet, sondern durch die Begründung die Beantwortung vorgegeben. Ein Beispiel:

    Internationale Studien zeigen, dass die Ganztagsschule der entscheidende Erfolgsfaktor für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie darstellt sowie das Bildungsniveau der Bevölkerung deutlich hebt.
    Sind Sie für ein flächendeckendes Angebot an Ganztagsschulen in Wien?
    JA / NEIN

    Gleichzeitig dient der Stimmzettel als Propagandainstrument der SPÖ-Stadtverwaltung, wie etwa hier:

    Einige Großstädte (z. B. London, Stockholm) haben zur Bewältigung des innerstädtischen Verkehrs eine Einfahrtsgebühr für das Stadtzentrum eingeführt (Citymaut). In Wien konnte durch die Verkehrspolitik (Ausbau öffentlicher Verkehr, Parkraumbewirtschaftung, Wohnsammelgaragen, Ausbau Radwegenetz) in den letzten Jahren der Autoverkehr in der Stadt deutlich reduziert werden.

    Diese Art der Volksbefragung hat mit einer Demokratie nichts mehr zu tun, ist in dieser plumpen Form selbst in einer Bananenrepublik kaum zu finden. Sie ist rechtlich mehr als fragwürdig, wäre doch in Analogie zu Wahlen zu erwarten, dass Wahlwerbung im Bereich des Wahllokals – und damit erst recht am Stimmzettel – nichts verloren hat. Sie verstößt gegen die Grundprinzipien der Demokratie, stellt sie doch einen staatlich-einseitigen Eingriff in einen demokratischen Entscheidungsprozess dar. Das wäre etwa so, als würde bei der kommenden Bundespräsidentenwahl in der Einleitung vor den Kandidaten stehen: “Bundespräsident Heinz Fischer hat in den letzten Jahren großartige Arbeit geleistet und sich als bester möglicher Kandidat für die nächsten Jahre empfohlen. Für welchen Kandidaten wollen sie jetzt stimmen?” Und sie ist typisch für die absolute Arroganz der Macht der Wiener SPÖ.

    Schon in einem früheren Blog-Beitrag habe ich die Wiener Zeitung zitiert:

    Pikant ist, dass die Wiener Linien den Unfall offenbar tunlichst verheimlichen wollten. In einer internen Meldung ist vermerkt, dass sich die Medien zurückgehalten hätten, “da man die tollen Errungenschaften der Stadt Wien nicht in Misskredit bringen will”. (Wiener Zeitung)

    Auch hier befindet sich das “rote Wien” offensichtlich in nationalsozialistischer Tradition, gab es derartige Sprachregelungen doch zuletzt im Schriftleiter-System der Nationalsozialisten. Auch damals war es nicht Aufgabe der Redakteure, kritisch zu hinterfragen, sondern die Leistungen des Systems gemäß Vorgaben der Herrschenden zu würdigen und preisen. Die Wiener Medien fühlen sich in personeller und finanzieller Abhängigkeit von der regierenden Wiener SPÖ (meist) nicht als Kontrolleure, sondern als Vollstrecker der Mächtigen.

    Gewisse Themen werden bewusst unterdrückt, dürfen nicht angesprochen werden. Immer wieder passieren Seltsamkeiten wie der Bericht über das heftig kritisierte Wohnbauprojekt der SPÖ-Stadtregierung in Steinhof, das in letzter Minute aus dem “Profil” entfernt wurde – auch wenn es sich noch im Inhaltsverzeichnis des Hefts wiederfand.

    In Wien ist die Demokratie derzeit nur mehr in homöopathischen Dosen zu finden. Auch die nächste Wahl ist unter diesen Voraussetzungen nur ein schwacher Hoffnungsschimmer am Horizont.

    Mittendrin statt nur dabei

    Posted By Gerhard W. Loub on 30. Januar 2010

    Wieder einmal ist eine Demo in brutale Gewalt ausgeartet – und wieder waren die Grünen mitten drin statt nur dabei (womit ich ihnen ausdrücklick KEINE Gewalttaten vorwerfe). Bei der gestrigen Demo gegen den Burschenschafterball in der Hofburg (ein Anliegen, das ich übrigens durchaus verstehe) war laut Twitter etwa der Grüne Abgeordnete Öllinger dabei (nebenbei gesagt: statt an der Nationalratssitzung teilzunehmen).

    Bei der Demo wurden – etwa laut (unverdächtigem) Standard-Bericht – Polizeiabsperrungen durchbrochen, Feuerwerkskörper auf Polizisten geworfen und ein Polizeiauto sowie ein Geschäft angezündet. Nicht genug, entblöden sich linke Sympathisierer von GAJ über SJ & AKS bis zur ÖH doch tatsächlich nicht, sich über Polizeigewalt zu ereifern. Mal im Ernst: Hätte die Polizei da zuschauen sollen?

    Natürlich ist das kein Freibrief für Polizeigewalt, denn für unangemessene Gewaltanwendung habe ich null Verständnis. Aber dass die Grünen sich wieder einmal auf die Seite der Gewalttäter stellen, ist absolut untragbar. Nein, es ist nicht nötig, dass Grüne Abgeordnete selbst Polizisten attackieren, die politische Unterstützung einer derartigen Demo ist schon für sich genommen inakzeptabel. Und ich werde mich auch von der Grünen Bundespartei nicht einschüchtern lassen, weiterhin auf diese Missstände hinzuweisen.

    iPad: Zwischen Revolution und Technikschrott

    Posted By Gerhard W. Loub on 29. Januar 2010

    Für die Jünger von Steve Jobs war es zweifelsohne die größte “Tafel”-Präsentation seit Moses am Berg Sinai: Die Vorstellung des neuen iPad. Die Apple-Ikone verspricht nicht weniger als die wichtigste Erfindung seines Lebens und eine echte Medienrevolution. Aber was steckt wirklich dahinter?

    Schon in meiner Arbeit zur Frage “Sind Blogger Journalisten?” sehe ich die Zukunft der Zeitung in einem multimedialen Mashup aus Zeitung, diversen Online-Medien, Video, Audio und Blog-Beiträgen, finanziert über Abo-Gebühren und/oder Werbung, präsentiert auf einem einfachen, dünnen und biegbaren elektronischen Papier, upgedatet an öffentlichen WLAN-Punkten bzw. via HSDPA & Co. Entscheidend für den Erfolg eines derartigen “Multi-Mediums” ist eine möglichst einfache, stabile und Zeitungsnahe Gestaltung. Das Ding muss also möglichst dünn, unkaputtbar und schnell einzustecken sein. Das Gerät muss ohne Usereingriff update- und wartbar sein. Das elektronische Papier existiert, die HSDPA-Verbindungen sind schnell genug, die Medienindustrie steckt in der Krise – der Einführung eines solchen Produkts steht also nicht viel im Weg.

    Steve Jobs hat mit dem iPad nun ein Gerät präsentiert, das viele Voraussetzungen für das “Multi-Medium” der Zukunft bietet. Erste Zeitungen werden dafür angeboten, UMTS- und WLAN-Anschluss sind zumindest optional. Das Gerät wirkt recht einfach bedienbar und schaut toll aus. Und dennoch ist es noch weit vom Durchbruch entfernt. Für eine elektronische Zeitung ist das iPad schlicht zu klobig und fragil (steckt das Ding doch mal in Eure Westentasche!). Für gewöhnliche Internet-Seiten ist es mangels Flash schlicht unbrauchbar. Und das Zappen zwischen Applets gibt´s mangels Multitasking auch nicht.

    Als Netbook-Ersatz ist das iPad völlig ungeeignet, da sich es als in sich geschlossenes System zwischen Adapterwahnsinn und Konnektivitätseinschränkungen wie üblich vom Rest der Welt abkoppelt (s. Web-Standard). Zum Publizieren im Sinne der oszillierende Rolle des Web 2.0 Users zwischen Kommunikator und Rezipient ist das Ding völlig unbrauchbar, da es weder eine Kamera hat noch beim Tippen auch nur annähernd stabil liegen bleibt (dank des toll abgerundeten Rückenteils). So gesehen bewegt sich das Gerät hart an der Grenze zum Technikschrott.

    Und dennoch: Das iPad hat noch nicht verloren. Auch das iPhone ist ein in sich geschlossenes System, das am Anfang irgendwo zwischen veralteter Technologie ohne Videokamera, mit GPRS statt UMTS und ohne GPS daher kam. Und obwohl es technisch eigentlich schon zum Zeitpunkt der Erscheinung veraltet war, hat das iPhone danke Jobs genialer Marketing-Strategie einen beispiellosen Siegeszug angetreten. Aber dieses System kennen wir ja schon von Microsoft: Nicht die Qualität entscheidet, sondern die Vermarktung.

    Steve Jobs iPad ist ein absolut faszinierender Luxus-Artikel, ein überdimensionales iPhone ohne Telefonfunktion, dafür mit viel Spiel, Spaß und Spannung, vielen neue Applets, viel Cash für Apple und möglicherweise viel Cash für Medienunternehmen und Softwareschmieden. Das iPad kann der entscheidende Anstoß für den dringend nötigen Wandel des dahinsiechenden Zeitungsmarkts sein, kann der Beginn eines grundlegenden Wandels des Mediennutzungsverhaltens sein. Das iPad ist keine Revolution – aber es kann eine Revolution auslösen.

    Zufälle gibt´s

    Posted By Gerhard W. Loub on 29. Januar 2010

    Heute Web-WahlImmer wieder stößt man auf seltsame Zufälle, wenn es um das Verhältnis von Medien und SPÖ geht. Das trifft auch die Wiener Gratis-Zeitung “Heute”: Selbstverständlich hat die (Wiener-)SPÖ-freundliche Berichterstattung nichts damit zu tun, dass Faymanns langjähriger Pressesprecher und Lebensgefährte von SPÖ-Ministerin Bures Geschäftsführer dieser Zeitung ist. Und selbstverständnis ist es purer Zufall, dass die Gratis-Zeitung ganz gut von Inseraten aus dem Bures-Ministerium (sei es ÖBB oder ASFINAG) lebt.

    Nun hat “Heute” eine Umfrage zur Wien-Wahl gestartet und gefragt, welcher Parteichef die Wiener überzeugt. Ganz demokratisch sollten die Leser entscheiden – via Internet. Doch plötzlich läuft es offensichtlich schief: Strache ist Häupl immer dichter auf den Fersen. Ob das im “roten Wien” erlaubt ist? Und wie es der Zufall will, wird die Umfrage um 12:30 Uhr überraschend abgebrochen. Unangekündigt, versteht sich. Außer in der SPÖ Wien. Denn der dortige Jugendkoordinator Peko Baxant wusste – zufällig wohl als einziger – Bescheid, dass die Online-Abstimmung um 12:30 Uhr abgebrochen werden würde. Und ein mindestens ebenso selbstverständlicher Zufall ist es, dass eben jener Peko Baxant schon vor Erscheinen des offiziellen Ergebnisses in der Zeitung weiß, wie die Online-Umfrage ausgegangen ist. Wie gesagt: Zufälle gibt´s…

    Sexismus-Copy-Paste: Powered by Norbert Darabos

    Posted By Gerhard W. Loub on 28. Januar 2010

    Ein schneller Schwenk in den Ausschnitt einer jungen Dame – so beginnt der jüngste Werbespot – nein, nicht für ein dubioses Escort-Service, sondern für das österreichische Bundesheer. SPÖ-Verteidigungsminister Norbert Darabos kannte wohl keinen Genierer, als er den neuesten Werbespot für die Werbeaktion “Heer4U” veröffentlichen ließ – zumindest so lange, bis der öffentliche Aufschrei zu groß wurde und er den Spot wieder von der Bundesheer-Homepage entfernen ließ. Ja, auch so kann man sich des aktuellen Themas “Söhne und Töchter” annehmen, wie Daniel Kapp twittert.

    Fast noch schlimmer ist allerdings die Homevideo-Qualität des Spots, der u.a. von Tom Kalkus via Twitter zum schlechtesten Werbespot aller Zeiten ernannt wurde. Während SPÖ-Verteidigungsminister Norbert Darabos also immer mehr Dilletanten ans Ruder lässt, baut er an den relevanten Stellen wichtige Experten ab. Und die Miliz, kostengünstiger und wichtiger Bestandteil des Bundesheeres, wird unterdessen weiter ausgedünnt und auf´s Abstellgleis geschoben.

    Als Offizier habe ich in meiner Tätigkeit beim Bundesheer oft Murren und Unzufriedenheit im Kader erlebt. Mit einem derart überforderten Verteidigungsminister haben wir es aber nie zu tun gehabt. Es wird Zeit, dass Norbert Darabos sich endlich einmal für statt gegen das Bundesheer engagiert – oder jemandem Platz macht, dem das Thema Landesverteidigung ein echtes Anliegen ist.

    P.S.: Danke an Stefan für den Tipp…

    P.P.S.: Ach ja: Aufgefallen ist der Sexismus nicht etwa unserer österreichischen Frauenministerin Heinisch-Hosek (Ja, die mit den “Töchtern” in der Bundeshymne), sondern ihrer deutschen(!) Kollegin! Und auch die Süddeutsche Zeitung hat schneller geschaltet als die österreichischen Medien.

    Das Video selbst ist übrigens nur ein schlechtes Plagiat eines ukrainischen Spots (Thx @Andreas Zommer):


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