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Aktuelle Beiträge

  • SPÖ: Das Imperium schlägt zurück #wien15 #krone

    September 28, 2015 No comments

    Die SPÖ spielt vor der Wien-Wahl ein bekanntes Spielchen: Zwecks Mobilisierung der eigenen Reihen wird der Gegner hochgeschrieben. Die Dramatik soll gesteigert, die Eigenen zur Wahlurne getrieben werden. Freilich ist die SPÖ in Wien dank ihres Imperiums auf diesem Gebiet eine Klasse für sich. Und das funktioniert so:

    Krone-Umfrage powered by SPÖ

    Die „Krone“ titelt: „Strache kann Häupl noch überholen“. Belegt wird das mit einer Umfrage von „Unique Research„. Miteigentümer dieser Firma ist freilich Joe Kalina, seines Zeichens Wahlkampf-Berater von SP-Wien-Chef Michael Häupl und Kandidat der SPÖ Wien für den Gemeinderat/Landtag. Erster Kunde war damals übrigens das – selbstverständlich von der SPÖ unabhängige – Gratisblatt „Heute“, das sich wiederum selbst zu einem großen Teil durch Inserate aus dem SPÖ-nahen Bereich und damit auch der Stadt Wien finanziert.

    krone_hotspot

    Hotspot: Ein Werbeheftchen für die SPÖ

    Auch die Krone hat ihren Vorteil: Der Sonntags-Krone liegt eine Beilage namens „Hotspot“ (s. rechts, Beispiel aus Penzing) bei. Am Titelbild: Die SPÖ-Bezirksvorsteher von Penzing und Rudolfsheim-Fünfhaus in einem schön inszenierten Image-Bild. Der Rest ist SPÖ Werbung:

    • Seite 2-5: „Bezirke auf der Überholspur“
    • Seite 4-5: Kommentare der SP-Bezirksvorsteher
    • Seite 6: Werbeartikel für SP-Gemeinderätin Laschan
    • Seite 6: Werbeartikel für SP-Bezirksvorsteher Zatlokal (Wasserwelt)
    • Seite 7: Penzinger SP-Bezirksvorsteherin wirbt mit dem „Ferienspiel“
    • Seite 8: Imageartikel für den SP-Bezirksvorsteher im 15. Bezirk
    • Seite 9: SPÖ-Werbeartikel zur Wohnungspolitik mit Häupl und Ludwig
    • Seite 10: Imageartikel für die SP-Bezirksvorsteherin im 14. Bezirk
    • Seite 12-15: Artikel zu „Kulturherbst“, mit dem die SPÖ-Bezirksvorsteher auf der Titelseite werben

    Finanziert wird das Heftchen wohl durch zwei ganzseitige Inserate der Stadt Wien und ihrer Unternehmen: „Wiener Wohnen“ und Stadthalle. In der „Krone“ selbst werben dann noch (jeweils ganzseitig) die „Wiener Linien“ und die Stadt Wien.

    Kurzfassung: Die Krone macht in der Sonntagsausgabe ein Werbeheft für die SPÖ, das von der Stadt Wien finanziert wird.

    Unique Research, Krone, Wiener Wohnen, Wiener Linien und Stadthalle: Jetzt macht die SPÖ ernst. Das Imperium schlägt zurück.

    Posted by in Politik, Wien

  • Die Dislike-Überraschung #facebook #dislikebutton

    September 16, 2015 1 comments

    Das war ja eine gelungene Überraschung: Facebook führt doch einen „Dislike“ Button ein. Nicht grundlos hat sich Mark Zuckerberg bisher vehement gegen einen Dislike-Button gewehrt. So hat Zuckerberg noch letztes Jahr gemeint:

    Some people have asked for a dislike button because they want to say, “That thing isn’t good.” And that’s not something that we think is good for the world. So we’re not going to build that.

    Klingt, wie bei Facebook üblich, nach großer, weltverbessernder Mission. Dahinter stecken freilich ausschließlich Marketing-Überlegungen. Schon jetzt ist ein Shitstorm die größte Angst von Unternehmen auf Facebook. Was aber passiert, wenn es einen „Dislike“-Button gibt? Dann wird ein Shitstorm in klaren Zahlen messbar, über Erfolg und Misserfolg, Beliebtheit oder Unbeliebtheit von Unternehmen, Produkten und Statements kann nach Belieben abgestimmt werden. Da kann für Werbetreibende ganz schön viel schief gehen.Ob das die Einnahmen von Facebook in die Höhe treibt?

    Gleichzeitig fördert eine derartige Abstimmung über „Like“ oder „Dislike“ aber die Interaktion massiv. Denn Facebook hat – vorerst nur in den USA – ein Problem: Während die Älteren mehr und mehr auf Facebook gehen, es zum normalen Teil des Online-Alltags wird, ziehen sich Jüngere immer mehr zurück. Accounts werden nicht gekündigt, doch die Verweildauer und Interaktion auf Facebook lässt nach. Und hier setzt Zuckerberg jetzt an und hofft, mit Positiv- und Negativ-Interaktion eine Steigerung der Emotionalität, des Diskurses und damit letztendlich der Interaktion und Verweildauer zu erreichen.

    Freilich steht derzeit genau diese „Abstimmung“ via „Like“ und „Dislike“ nicht im Vordergrund. Vielmehr soll es darum gehen, bei traurigen Ereignissen sein Mitgefühl auszudrücken, Empathie zu zeigen, wie „Vox Technology“ und „Business Insider“ berichten:

    …Facebook won’t treat a „dislike“ as a vote to stop showing the post to other users. Rather, it provides a better option in cases where friends and family paste bad news, like a death in the family or a natural disaster. „What they really want is the ability to express empathy,“ wrote Business Insider. „Not every moment is a good moment.“

    Das wiederum ist eine Reaktion auf die Kritik an Verhetzung und mangelndem Mitgefühl auf Facebook, nicht zuletzt im Rahmen der Flüchtlingskrise in Europa. Diese Reaktion ist allerdings mehr eine Imagefrage als ein adäquater Umgang mit der Situation. Denn genau so intensiv und radikal wie Facebook derzeit gegen Fake-Profile und Pornographie vorgeht, genau so radikal und intensiv müsste Zuckerbergs Unternehmen gegen Verhetzung vorgehen, wollte es seiner gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen.

    Doch das wird aus zwei Gründen nicht geschehen: Erstens sehen US-Recht, europäisches, deutsches, österreichisches Recht völlig unterschiedliche Grenzen vor. Das zeigt sich schon bei der Frage des Nationalsozialismus: Bei uns Gottseidank in jeder aufkeimenden Form strikt unter „Wiederbetätigung“ geahndet ist nationalsozialistisches Gedankengut in der US-Heimat von Facebook von der Meinungsfreiheit geschützt. Darüber hinaus ist die exakte Definition von verpönten Aussagen, Verhetzung und Herabwürdigung ein Ding der Unmöglichkeit – auch dann, wenn die wechselnde Judikatur nationaler Gerichte als Maßstab herhalten soll. Doch all das entschuldigt die völlige Ignoranz des Themas durch Facebook nicht.

    Jetzt jedenfalls ist erstmal der „Dislike“-Button dran. Mal sehen, wie ernst er wirklich gemeint ist…

     

    Posted by in Web 2.0

  • ÖVP Wien: Back to the roots! #wien15

    September 01, 2015 8 comments

    ÖVP Wien Logo altEs ist mittlerweile über 20 Jahre her, als ich in Penzing der ÖVP beigetreten bin. Und es ist 18 Jahre her, dass ich in der ÖVP Wien begonnen habe, den Bereich „New Media“ aufzubauen – bevor ich das auch in der Bundespartei übernommen habe. Damals, als ich die erste Wiener ÖVP Homepage noch mit Frontpage programmiert habe. Damals, als für die meisten noch klar war, dass sich „dieses Internet ohnehin nie durchsetzen wird“.

    ÖVP WIen im Wap

    Banner der ÖVP Wien Ende der 90er

    Heute ist der Moment gekommen, in dem ich für einige Zeit an meine anfängliche Wirkungsstätte zurückkehren darf, und ab sofort bei der ÖVP Wien im Wahlkampf im Bereich Social Media mitmischen werde. Für mich ist das eine ganz, ganz große Freude. Denn es geht nicht nur darum, dass ich als Wahlkampf-Freak die Action und Spannung eines Wahlkampfs nicht erwarten kann. Es ist nicht nur so, dass ich endlich wieder viele neuen Ideen ausprobieren kann und manches erstmals im Wahlkampf einsetzen kann. Es geht vor allem um die Menschen, mit denen ich nun zu tun habe – viele Mitstreiter der ersten Stunde, Freunde, mit denen mich mehr als nur die Arbeit verbindet, aber auch viele Aktivisten in der ÖVP Wien, deren Kreativität und Engagement wir nun so richtig entfesseln können.

    Stellvertretend für alle und an erster Stelle möchte ich Landesgeschäftsführer Alfred Hoch für die überaus herzliche Aufnahme danken – und damit jemandem, den ich mehr als nur beruflich schätze. Umso mehr freue ich mich schon jetzt ungemein auf die Zusammenarbeit!

    Es werden spannende Wochen, packen wir´s gemeinsam an!

    P.S.: Wer uns im Wiener Wahlkampf online unterstützen möchte: Bitte einfach kurzes Mail an gerhard.loub@oevp.at! Ich freue mich auf viele alte Bekannte und neue Mitkämpfer!

    Posted by in Politik, Wien

  • 20 Jahre ÖVP im Internet #20jahreoevpweb

    Mai 22, 2015 10 comments

    Schon über 20 Jahre ist es her, dass die ÖVP den Start ins Internet, ins WWW gewagt hat. Aus diesem Anlass starte ich hier eine Serie zur Geschichte der Volkspartei im Internet in loser Reihenfolge mit Highlights, Hintergründen und kleineren Bonmots.

    Internet – etwas für „Freaks“

    Der Start der ÖVP ins Internet war damals nur etwas für eine Handvoll Freaks wie mich. Kaum jemand hatte einen Internetanschluss, nur die wenigsten wussten, etwas mit dem WWW anzufangen. In der ÖVP gab es damals unter dem Dach der Dicosoft aber eine Handvoll österreichweit anerkannter IT-Spezialisten, die den Schritt ins Internet ermöglichten. Das hatte zur Folge, dass die ÖVP die erste Partei weltweit im WWW war – nur wenig später als das Weiße Haus.

    Doppelter Start der ÖVP im Internet

    Am 28. Juli 1995 verkündete man stolz via APA Originaltextservice:

    ÖVP/Internet/Bartenstein/Karas/Schüssel  ***ORIGINALTEXT-SERVICE***

    SCHÜSSEL: ÖVP WELTWEIT ERSTE PARTEI IM INTERNET      B I L D =

        Wien (ÖVP-PD) Nach dem Weißen Haus ist die ÖVP weltweit die erste Partei, die mit Internet sowohl spielerisch als auch ernst alle Möglichkeiten der Kommunikation wahrnimmt. Die ÖVP als moderne politische Bewegung will mit Internet die Bürger einladen, mit uns zu kommunizieren, sagte gestern, Donnerstag abend, Vizekanzler ÖVP-Bundesparteiobmann Dr. Wolfgang SCHÜSSEL bei der Präsentation des Internet in der ÖVP-Zentrale.  ****

    Freilich war die ÖVP zu diesem Zeitpunkt bereits fast ein Jahr im Netz. Der offizielle Start der Internet-Aktivitäten erfolgte per OTS am 26. August 1994 – auch wenn man damals freilich noch nicht von einer eigenen Homepage sprach:

    OTS0061 5 II 0202 NVP002                              Fr, 26.Aug 1994

    Telekommunikation/Internet/ÖVP-PD        ***ORIGINALTEXT-SERVICE***

    ÖVP ALS ERSTE EUROPÄISCHE PARTEI WELTWEIT VERNETZT

    Bereits mehr als 4.000 Abfragen von Internet-Teilnehmern =

        Wien (ÖVP-PD) Die Volkspartei ist als erste europäische Partei seit rund zwei Wochen im Internet, dem Informations-Highway des ausgehenden 20. Jahrhunderts, vertreten. Binnen kürzester Zeit haben bereits 4.000 Internet-Teilnehmer „digitalen Kontakt“ mit der ÖVP aufgenommen. Telekommunikation, das dominierende Zukunfts-Thema der Technologie-Gespräche in Alpbach, ist in der ÖVP bereits Gegenwart und wird bald aus der politischen Arbeit nicht mehr wegzudenken sein, unter anderem, weil alle Regierungsstellen in Brüssel über einen Internet-Anschluß verfügen. ****

        Die ÖVP ist nicht nur über electronic mail, sondern auch mit einem Info-System, basierend auf dem World-Wide-Web, im Internet präsent. Derzeit beinhaltet dieses Info-System die Liste der Nationalratskandidaten, Kurzbiographien, Fotos und den Erhard BUSEK-Wirtschaftsplan. In den nächsten Tagen werden auch die weiteren Erhard BUSEK-Pläne für alle Interessierten abrufbar sein.

    Der Großteil der Teilnehmer, die unsere Internet-Seiten abgerufen haben, kamen von Universitäten und jungen Leuten. Die positiven bis enthusiastischen Reaktionen bestätigen die Richtigkeit unserer zukunftsorientierten Entscheidung. Ein Forderungspunkt im Erhard BUSEK-Wirtschaftsplan, nämlich jener nach Anschluß an die europäische Entwicklung der Telekommunikationsdienstleistung, wurde somit bereits erfüllt.

    Die electronic mail-Adresse von Vizekanzler Dr. Erhard BUSEK lautet: busek§oevp.co.at

    Der Einstiegspunkt in das elektronische Info-System ist: http://www.eunet.co.at/customers/dicosoft/

    (Schluß)

    nnnn

    *****ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS*****

    OTS061    1994-08-26/11:03

    Gleich mehrere Kuriositäten fallen hier aus heutiger Sicht auf:

    • Es gab keine „Homepage“, sondern einen „Einstiegspunkt“.
    • Die ÖVP kam in der Internet-Adresse überhaupt nicht vor.
    • Das Zeichen „@“ war noch gar nicht in allen Systemen verfügbar – es wurde wie hier beispielsweise mit dem Paragraphenzeichen ersetzt.
    • Man sprach nicht vom „World Wide Web“, sondern von einem „Info-System, basierend auf dem World Wide Web“ – das damals freilich noch kaum jemand gekannt hat.

    BTX: Das knisternde Wunder am Vierteltelefon

    Geläufig war damals eher noch BTX, ein Vorläufersystem, bei dem man sich recht mühsam über das Telefonnetz einwählte und – wie in meinem Fall – das Viertel-Telefon der Familie mit seltsamen Störgeräuschen lahmlegte, um sensationelle Dinge wie das aktuelle Wetter-Satellitenbild von Meteosat in nicht einmal einer Viertelstunde in Marginal-Auflösung herunterzuladen. Das war noch eine Zeit, in der man Satellitenbilder entweder nur aus dem Fernsehen kannte oder – so wie ich – die schönsten Aufnahmen als Pracht-Bildband zu Hause hatte.

    Die ÖVP jedenfalls war zu diesem Zeitpunkt bereits im Web angekommen – auch wenn das kaum jemand bemerkt haben wird. Und es sollte noch viel Zeit vergehen, bis niemand mehr vom Internet behauptete: „Dieses Zeug wird sich sowieso nie durchsetzen“…

     

  • Danke, Mutti!

    Mai 20, 2015 No comments

     

    Genau 1 Jahr ist es her, 15:30 Uhr, am 20. Mai. Und ich weiß, was Mutti gesagt hätte: Schöne Tage: Nicht weinen, dass sie vorüber, sondern lachen, dass sie gewesen. In diesem Sinn: Danke, Mutti, für all die schöne Zeit, mögest Du im Himmel Deinen Lohn genießen – im Kreis all Deiner Lieben, die Dir, die uns vorangegangen sind.

    Schöne Tage: Nicht weinen, dass sie vorüber, sondern lachen, dass sie gewesen.. Mutti zum 1. Todestag

     

     

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