Die gerne als „Copyright-Mafia“ bezeichnete Urheberrechtsverwertungs-Industrie hat immer skurrilere Ideen – und bei SPÖ-Ministerin Claudia Schmied offensichtlich gut lobbyiert. Denn Schmied forciert nun die vom OGH für rechtswidrig erklärte Festplattenabgabe, nach der auf alle Festplatten eine pauschale Urheberrechtsabgabe eingehoben werden soll.

Diese Maßnahme lässt nur einen Umkehrschluss zu: Mit dieser Abgabe ist zugleich das Copyright für das auf der Festplatte gespeicherte Material, also Filme, Musik, aber auch Bürosoftware abgegolten. Wieso sonst sollte es etwa auch für Bürocomputer gelten?

Also, liebe Copyright-Lobbyisten, wollt Ihr wirklich Euer Urheberrecht ad acta legen?

6 Kommentare zu „Copyright ad ACTA

  1. So wie Du das siehst, wäre dann ja die Festplattenabgabe eine gute Sache (alles ist besser als ACTA). Aber unser Luschen haben das 1984er-Abkommen ja schon unterschrieben und als gelernter Ösiländer weiß man auch, dass wir am Ende des Tages beides haben (um es mit den Worten eines Ex-Kanzlers auszudrücken) werden… 😉

  2. Der Artikel ist wieder einmal der v… Sch(wachs…), Kinder, wir arbeiten nicht gratis, auch der NET-Anschluss kostet etwas vom Betreiber, zumindest dürfte dies die SPÖ schon behirnt haben, Dank fürs Posten…,l.G.

  3. Dir ist aber schon klar, dass diese Art von Abgabe noch nirgendwo auf der Welt zum Umkehrschluss geführt hat? Also dass man tatsächlich etwas dafür bekommt? D.h. wenn sie wieder eingeführt wird, ist es eine reine Deppensteuer, und sonst gar nichts. Ende der Durchsage.

Und Deine Meinung?